Veröffentlicht am 19. September 2022, 04:59
Stromausfälle: Blackouts drohen: Kantonspolizei bereitet sich vor
Um Strom zu sparen, müssen einige öffentliche Lichter ausgeschaltet werden. Bei einem Stromausfall könnten zudem wichtige Sicherheitssysteme ausfallen. Die Kantonspolizei rüstet auf, SVP-Nationalrat Mauro Tuena befürchtet eine Zunahme krimineller Aktivitäten.
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Die Kantonspolizei bereitet sich auf mögliche Stromausfälle vor. In dieser Situation würde die Kantonspolizei Aargau die Streifendichte erhöhen.
20 Minuten/Simon Glauser
Auch die Kantonspolizeien Basel-Stadt und Bern planen Verfahren für konkrete Szenarien, um die Sicherheit gewährleisten zu können.
20 Minuten/Simon Glauser
“Ich mache mir große Sorgen und schaudere, wenn ich daran denke”, sagt der SVP-Nationalrat und Vorsitzende der Kommission für Sicherheitspolitik.
20 Minuten/Simon Glauser
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Die Kantonspolizei bereitet Szenarien vor, um auf Stromausfälle vorbereitet zu sein.
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SVP-Nationalrat und Präsident der Kommission für Sicherheitspolitik, Mauro Tuena, befürchtet bei Stromausfällen eine Zunahme der Kriminalität.
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Der Militärsoziologe Tibor Szvircsev Tresch sagt auch, dass Stromausfälle zu geringfügigen Diebstählen führen können.
Straßen im Dunkeln von toten Straßenlaternen oder elektrischen Toren und Kreditkarten, die nicht funktionieren, wenn der Strom ausfällt – der Mangel an Elektrizität zwingt uns, uns auf die möglichen Folgen eines kurzen oder möglicherweise langen Ausfalls vorzubereiten.
Auch die Kantone bereiten sich mit verschiedenen Szenarien auf mögliche Stromausfälle vor, so die Kantonspolizei Aargau. Im Vordergrund stehen der Schutz von Leib und Leben, schnelle Erstinterventionen bei einem Notruf und der Schutz sensibler Objekte. Auch bei Stromausfällen wird die Patrouillendichte erhöht. Zusätzlich kann eine örtliche oder temporäre Gruppierung von Notdiensten angegeben werden.
“Ich schaudere, wenn ich daran denke”
Auch die Kantonspolizei Basel-Stadt bereitet sich auf verschiedene Szenarien vor. Die Einsatzzentrale könne auch bei einem plötzlichen Stromausfall betrieben werden, so dass eingehende Alarme entgegengenommen werden könnten, sagt ein Mediensprecher. Die Kantonspolizei Bern informiert zudem, dass für konkrete Szenarien präventive Massnahmen und Verfahren geplant sind, um die Sicherheit gewährleisten zu können.
Bereits im Juli hatte der Präsident der Kommission für Sicherheitspolitik, Mauro Tuena, vor den möglichen Folgen von Stromausfällen gewarnt. „Die Schweiz ist für dieses Szenario nicht bereit. Es ist fünf vor zwölf. Der Bundesrat muss sofort handeln», sagte der SVP-Nationalrat damals gegenüber 20 Minuten. Seitdem habe sich nichts geändert, sagt Tuena heute: «Ich mache mir große Sorgen und schaudere, wenn ich daran denke.» er befürchtet einen möglichen Anstieg der Kriminalität.
Dunkle Straßen könnten die Kriminalitätsrate erhöhen
„Wenn nachts die Straßenlaternen ausgeschaltet werden, ist das die beste Voraussetzung für Kriminelle. Ich kann damit leben, dass die meisten öffentlichen Gebäude nachts nicht beleuchtet sind, aber mit Straßenlaternen wird es schwierig“, sagt Tuena. Außerdem würde die Bevölkerung ängstlicher werden, wenn sie nachts im Dunkeln draußen sein müssten Wichtig ist, dass die sichtbare Polizeipräsenz erhöht wird, wenn die Straßenbeleuchtung aus ist – oder bei Stromausfällen in Unternehmen.
Es ist viel abhängiger von Strom, als Sie vielleicht denken, sagt Tuena. Beispielsweise würden Kreditkarten oder elektronische Tore nicht mehr funktionieren und Sicherheitssysteme würden ausfallen. Tuena macht sich vor allem Sorgen um die Logistikbranche, denn ohne Strom wären die Regale leer. „Jetzt müssen wir alles tun, um eine akute Energieknappheit zu vermeiden“, sagt er.
Die Schweizer Bevölkerung fühlt sich sicher
„Es ist durchaus möglich, dass es bei Stromknappheit zu weiteren Vandalismus- oder Plünderungsakten kommt“, sagt der Militärsoziologe Tibor Szvircsev Tresch. Auch das nächtliche Abschalten der Straßenlaternen könnte den einen oder anderen zu „Rambazamba“ verführen: Der Ausfall von Kassensystemen bei Einzelhändlern könnte zu Gelegenheitsdiebstählen führen.
Die neuste Sicherheitsstudie, die Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, zeigt jedoch, dass sich die Schweizer Bevölkerung weitgehend sicher fühlt. Damals war der Strommangel natürlich noch kein Problem, aber Szvircsev Tresch bezweifelt, dass sich die Wahrnehmung seitdem wesentlich geändert hat. Die Studie zeigt auch ein anhaltend hohes Vertrauen in Institutionen und Behörden. «Das ist ein Zeichen dafür, dass die Schweizer Bevölkerung gut gelaunt ist und glaubt, dass die Situation gelöst werden kann», sagte der Militärsoziologe.
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