Steigende Zahl von CoV trotz weniger Tests

Derzeit gelten in Österreich mehr als 91.000 Menschen als „aktiv erkrankt“; in der Steiermark sind es rund 11.300. Die Zahlen sind in etwa so hoch wie zuletzt Mitte Juli oder im vergangenen November – auf dem Höhepunkt der Herbstwelle 2021. Damals wurde allerdings viel häufiger getestet. In Schulen beispielsweise gibt es derzeit keine regelmäßigen Tests.

Weniger gefährlich, aber ansteckender

Daher gehe man davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher sein könnte, sagt Robert Krause, Leiter Infektion an der Medizinischen Universität Graz: „Jetzt haben wir Viren, die nicht mehr so ​​gefährlich sind wie damals Delta. Aber es sind viel mehr.“ ansteckend, sodass sich die Krankheit leichter ausbreiten kann und mehr Menschen infiziert werden können.”

Heutzutage können die Zahlen sprunghaft steigen oder fallen. Daher ist es schwierig, Vorhersagen zu treffen. Das passiert auch bei der Besetzung von Krankenhäusern: „Es ist klar, dass die Lage angespannt ist. Covid kam mit dieser Schwere unerwartet früh und das ist besorgniserregend.” Am Donnerstag wurden in Österreich 1.464 Krankenhauspatienten mit dem Coronavirus gezählt.

Der Experte rät zur Impfung

Der Infektiologe empfiehlt die Impfung auch Personen, die bereits dreimal geimpft wurden und im Winter oder davor eine Infektion hatten: „Die letzte Impfung liegt mehr als sechs Monate zurück. Hier wird eine Impfung empfohlen.“ Dadurch wird das Risiko, einen schweren Krankheitsverlauf zu entwickeln, weiter reduziert.

Long-Covid ist trotz Impfung nicht auszuschließen, aber die Wahrscheinlichkeit einer längeren Erkrankung reduziere sich mit einer vierten Impfung, so Krause. Neue, an die Omicron BA4/BA5-Varianten angepasste Impfstoffe werden diese Woche in die Steiermark geliefert.

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