Da war Sam Hawkens in „Winetou“.
Der Schauspieler Ralf Wolter ist gestorben (†95).
Er war eine Legende in der Welt von Karl May. Film- und Fernsehschauspieler Ralf Wolter ist gestorben.
Das bestätigte seine Frau am Freitag in München. Wolter wurde 95 Jahre alt.
Bekannt wurde er unter anderem durch mehrere Karl-May-Filme und war ein beliebter Gaststar in vielen Fernsehkrimis. Seine berühmteste Zeile in zahlreichen Winnetou-Filmen: „Wenn ich mich nicht irre …“ ist bis heute Kult. Mit Wolter verliert das Karl-May-Universum einen seiner letzten großen Helden. Als seltsamer Westmann „Sam Hawkens“ sorgte er für die lustigen Momente der Kinofilme. Wolter wurde in Berlin geboren und erlebte als junger Mann die letzten Kriegstage. Wolter stammte aus einer Zirkusartistenfamilie und begann kurz nach dem Krieg eine Schauspielausbildung.
Ralf Wolter mit Lexa Barker in “Winnetou III”. Als Spinnerjäger sorgte „Sam Hawkens“ für die lustigsten Momente des Films
Foto: Picture Alliance / United Archives / IFTN
Er war bis 2012 Schauspieler und wirkte in mehr als 200 Produktionen mit. Auch in ernsten Rollen wie “Tatort”. 2002 verschuldete Wolter bei einem riskanten Abbiegemanöver auf einer Autobahn einen schweren Verkehrsunfall mit mehreren Toten und wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Danach zog er sich etwas aus der Öffentlichkeit zurück und verbrachte seine letzten Lebensjahre mit seiner Frau in München. Damals sagte er einmal zu BILD: „Ich hoffe, dass das Gras auch in so schlechten Zeiten irgendwann wachsen kann. Ich bereue meine Fehler.“
Ralf Wolter als seltsamer Fallensteller „Sam Hawkens“ in „Winnetou“ 1979 8, der Name „Hawkens“ wurde übrigens am Set falsch geschrieben.
Foto: Dieter Klar/dpa
Mehr bei BILD.