Trockene Augen: Diabetes, Rheuma oder Neurodermitis können die Ursache sein

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Erstellung: 19.10.2022, 12:30 Uhr

Von: Nina Büchs

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Trockene Augen gelten als Volkskrankheit. Die Ursachen sind oft harmlos. In manchen Fällen kann aber auch eine andere Krankheit dahinterstecken.

Generell gilt, dass viele Menschen schon einmal trockene Augen hatten. Der Grund ist oft eher harmlos, da die Betroffenen beispielsweise weniger mit den Augen blinzeln, wenn sie lange vor dem Bildschirm sitzen. Dadurch werden Hornhaut und Bindehaut seltener mit Tränenfilm benetzt. Aber auch Klimaanlagen können trockene Augen verursachen. In manchen Fällen steckt aber auch eine ganz andere Krankheit dahinter, etwa Neurodermitis, Diabetes oder Rheuma.

Trockene Augen: Häufige Ursachen: Manchmal liegen auch Diabetes oder Rheuma vor

Trockene Augen können auch durch die Arbeit am Computer verursacht werden, in manchen Fällen steckt aber auch eine Krankheit dahinter. (Ikonenbild) © YAY Images/Imago

Wird die Augenoberfläche nicht ausreichend mit Tränenflüssigkeit versorgt, beginnen die Augen oft zu brennen, zu jucken oder sich zu röten. Eine Übersicht was die Ursache sein könnte:

  • Trockene Luft und Zugluft
  • Klimaanlagen und Heizungen
  • Tabakrauch
  • Langfristige Arbeit am Computer oder anderen digitalen Medien
  • Allergische Bindehauterkrankungen
  • Chirurgische Eingriffe am Auge
  • Arzneimittel, die die Tränenproduktion reduzieren (z. B. Arzneimittel gegen Allergien oder Depressionen)
  • Neurodermitis
  • Diabetes
  • Rheuma
  • Schilddrüsen- und Autoimmunerkrankungen wie das Sjögren-Syndrom (Autoimmunerkrankung, die hauptsächlich die Speichel- und Tränendrüsen befällt)

Nach Angaben der Augenklinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) kann ein schweres Trockenes Auge unbehandelt zu einer Trübung der Hornhaut führen, die die Navigation beeinträchtigt. Dies kann jedoch vermieden werden, indem die Ursache erkannt und das Auge entsprechend behandelt wird.

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Zunächst ist es wichtig, die Ursache des Trockenen Auges, auch bekannt als „Sicca-Syndrom“, herauszufinden. Trockene Augen treten laut UKW vor allem bei Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma, Schilddrüse und Autoimmunerkrankungen wie dem Sjögren-Syndrom auf. Laut der Internetseite Gesund.bund.de, einer Initiative des Bundesgesundheitsministeriums, sind mitunter auch äußere Umwelteinflüsse wie Zugluft, Heizlüfter oder Klimaanlagen verantwortlich.

Trockene Augen: Diese Symptome weisen darauf hin

Laut Berufsverband Deutscher Augenärzte e. V. Aber auch eine Unverträglichkeit von Kontaktlinsen oder Kosmetika, verrauchte Luft und zu langes Arbeiten vor dem Bildschirm können zu trockenen Augen führen. In manchen Fällen könnte hinter den geröteten und juckenden Augen übrigens auch eine Allergie stecken.

Trockene Augen: Frauen sind häufiger betroffen als Männer, das steckt dahinter

Wenn Sie geschwollene oder trockene Augen haben, sollten Sie in einigen Fällen einen Arzt aufsuchen, insbesondere wenn die Symptome länger anhalten und die Ursache unklar ist. Sie sollten jedoch unbedingt zum Arzt gehen, wenn Sie plötzlich Lichtblitze oder einen Punktregen sehen, in diesem Fall handelt es sich um einen Notfall.

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Zu beachten ist laut Berufsverband Deutscher Augenärzte, dass auch die Tränenproduktion mit zunehmendem Alter abnimmt. Außerdem sind Frauen oft häufiger betroffen als Männer. „So hat sich z. B. gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen einer Hormonersatztherapie (insbesondere Östrogen) bei Wechseljahresbeschwerden und dem Trockenen Auge gibt“, so der Berufsverband.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen zum relevanten Gesundheitsthema und ist daher nicht zur Selbstdiagnose, Behandlung oder Medikation gedacht. Es ersetzt keinesfalls einen Arztbesuch. Individuelle Fragen zu klinischen Bildern kann unsere Redaktion leider nicht beantworten.

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