Sölden-Favorit Shiffin (27) ist tief beeindruckt von den Federers
“Mirka und Roger sind ein tolles Team”
Vor dem Saisonstart spricht US-Star Mikaela Shiffrin über den tränenreichen Abschied von Roger Federer, ihr Treffen in Lenzerheide und lobt Mirka Federer.
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In Sölden sind nicht alle, aber viele Augen auf Mikaela Shiffrin gerichtet. Sie gilt als Top-Favoritin im Riesenslalom.
Mathias Germann aus Sölden
Was verbindet Mikaela Shiffrin (27) und Roger Federer (41)? Zuerst das Offensichtliche. Sie ist die beste Skifahrerin der Welt, er war der beste Tennisspieler der Welt. Für viele sind sie unerreicht. Aber es gibt noch etwas anderes: Federer ist Shiffrins großes Vorbild. „Es heißt immer, man solle seinen Idolen nicht begegnen, weil man dann enttäuscht wird und die Bewunderung verschwindet. Bei Roger ist das anders. Wenn jemand die Chance hat, ihn zu treffen, sollten Sie das unbedingt tun“, sagt er gegenüber Blick.
Vor allem das Treffen im Sommer 2018, als sie einen gemeinsamen Werbeauftritt hatten, beflügelte Shiffrin. Der pensionierte Tennismeister hat seine hohen Erwartungen sogar noch übertroffen. „Er ist respektvoll, professionell und strahlt eine fröhliche Energie aus. So war es immer, wenn wir uns sahen. Ich hoffe, Roger in Zukunft wiederzusehen“, sagte der Gesamtsieger des Weltcups im letzten Winter.
Weihnachtstränen berührten sie
Beim Saisonauftakt in Sölden ist Shiffrin die meistgenannte Favoritin. Es ist eine Rolle, die er seit einem Jahrzehnt kennt. Bei ihren letzten drei Ausfahrten auf dem Rettenbachgletscher belegte die Freundin von Speed-Ass Aleksander Aamodt Kilde (30, Nr.) den dritten (2018), zweiten (2019) und ersten (2021) Platz. Sie ist die Athletin, die es zu schlagen gilt.
Dasselbe passierte Federer während seiner Karriere. Er war lange Zeit der Höchste, und seine Gegner verzweifelten oft scharenweise. „Ich fand die Tränen von Rafael Nadal bewegender, als er ging. Eigentlich sollte ich insgeheim jubeln, weil einer seiner größten Konkurrenten aufhörte. Es war das Gegenteil. Das sagt viel über den Respekt aus, den sie trotz der sportlichen Rivalität miteinander behandelten.“
„Mirka dirigierte Federer“
Besonders angetan war Shiffrin von seinem letzten Treffen mit Federer im vergangenen März. Damals trat der 20-malige Grand-Slam-Sieger völlig unerwartet am Weltcup in Lenzerheide auf. „Es war großartig, mit ihm zu sprechen. Aber nicht nur er, auch Mirka. Sie stand im Laufe der Jahre nicht so sehr im Rampenlicht, aber sie war immer für Roger da. Ich denke, sie hat ihn in vielen Bereichen geführt Leben. Sie waren und sind ein tolles Team.”
Und wofür wird Federers Shiffrin immer in Erinnerung bleiben? „Dass er nie eine Rolle spielt, sondern immer er selbst ist. Und es ist schön, egal wer. Federer ist ohne Zweifel eine der größten Inspirationen in meinem Leben.”
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