25.10.2022 um 18:21 Uhr von Andreas Link – Die Radeon RX 7000 benötigt den neuen 12VHPWR-Anschluss des ATX 3.0-Standards nicht. Stecker sind immer wieder Gesprächsstoff.
Die Radeon RX 7000 sollte nicht explizit den 12VHPWR-Anschluss verwenden, den ATX 3.0 bereitstellt. Dies wurde zuerst von Kyle Bennet auf Twitter gesagt und von AMD in Form von Radeon-Chef Scott Herkelman bestätigt: „Die Radeon RX 6000-Serie und kommende RDNA-3-GPUs werden diesen Stromanschluss nicht verwenden“, heißt es in der Mitteilung.
Stecker waren in letzter Zeit ein Gesprächsthema, weil sie Steckzyklen hatten und teilweise sogar den Stromverbrauch nicht beherrschen konnten. Es machte ein 12VHPWR Fused Connector die Runde, der in einer Geforce RTX 4090 zum Einsatz kam und dort bis zu 600 Watt leistet. Die gesamte Karte ist im Referenzdesign mit 450 Watt angegeben.
AMD heftet zunächst keinen eigenen Waggon an den Zug. Und AMD entspricht nicht nur dem Referenzdesign, sondern laut Bennets Quellen auch AMDs Partnern. Daher wird AMD wohl wie zuletzt eine Kombination aus zwei klassischen 8-Pin-Anschlüssen auf Basis des PCI-Formats verwenden. Damit sind 150 Watt pro Stecker möglich; insgesamt sollte das Navi 31 unter 375 Watt TDP bleiben, kombiniert zwischen den Anschlüssen und dem PEG. Wie ab und zu zu sehen, können Partner auch drei 8-Pin-Anschlüsse für OC-Modelle verbauen.
Der 12VHPWR ist anders verdrahtet als der alte Stecker und passt auch mechanisch nicht, zB durch andere Pinabstände. Dies soll eine falsche Verwendung verhindern: Adapter sind erforderlich; Allerdings hatte die PCI-SIG ausdrücklich vor Adapterkabeln gewarnt, da einerseits die Qualität für hohe Ströme ausreichen muss und andererseits auch Statusdaten übertragen werden müssen.
Mit einem Abstand von 3 mm zwischen den Stiften sollen die neuen Stecker definitiv vermeiden, die alten Stecker aufzunehmen. Die bisher verwendeten Zusatzstecker vom Typ 2×3 oder 2×4 haben einen Abstand von 4,2 Millimetern. Die neuen 12VHPWR-Steckverbinder haben 12 Kontakte zur Stromübertragung und 4 zusätzliche Kontakte für Signale. An jedem der Stromübertragungskontakte sind maximal 9,2 Ampere zulässig und sie sind temperaturversichert. Bei beispielsweise Masse an S1 und S2 werden zunächst 375 Watt und mit Softwarekonfiguration 600 Watt bereitgestellt. Sie können die Leistungsaufnahme von 150, 300, 450 und 600 Watt konfigurieren. Adapterkabel müssen dies berücksichtigen.
Für Radeons scheint das noch in weiter Ferne zu liegen. Laut Angstronomics gibt es sogar ein leicht aktualisiertes Kühldesign, das etwas größer als sein Vorgänger ist. „Greymon55“ hatte erwähnt, dass der Stromverbrauch des Navi 31 überschaubar bleibt. Mit zwei alten Steckern und einem PEG sind es die maximal genannten 375 Watt; mit vier 525-Watt-Achtsteckern.