Feinstaubbelastung Deutschland
Umwelthilfe fordert “ein für allemal” Verbot von Feuerwerkskörpern an Silvester.
Stand: 07:34 | Lesezeit: 2 Minuten
Die Länder der Union fordern ein Verbot von Feuerwerkskörpern an Silvester
Auf dem Kronengipfel fordern die Länder der Union ein Verbot von Feuerwerkskörpern an Silvester und Neujahr. In der neuesten Fassung des Entwurfs heißt es: „Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester ist in diesem Jahr generell verboten, und vom Zünden von Silvesterfeuerwerk wird generell abgeraten.“
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Ein Feuerwerk an Silvester kann die Feinstaubbelastung eines Ortes kurzfristig erhöhen. Die Deutsche Umwelthilfe fordert nun ein endgültiges Ende der “sinnlosen Schläge”. Dazu müsste das Innenministerium lediglich die Sprengstoffverordnung ändern.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) aufgefordert, in diesem Jahr Böller “ein für alle Mal” zu beenden. Mit ein paar einfachen Änderungen der Sprengstoffverordnung könne der Minister dem umweltschädlichen Feuerwerk schnell ein Ende bereiten, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND).
Resch sprach von “sinnlosem Knacken”. Er freut sich, dass eine wachsende Mehrheit der Deutschen für ein Verbot von Feuerwerkskörpern ist. In einer repräsentativen Umfrage des Instituts Insa Consulere im Auftrag der Verbraucherzentrale Brandenburg sprachen sich 53 % der Befragten für ein Verbot aus, 39 % dagegen. Zustimmung zu dem Verbot gab es bei den Wählern von Grünen, SPD, Linken und Union. 68 Prozent der AfD-Anhänger stimmten gegen das Böllerverbot. Die FDP-Anhänger waren gespalten.
„Es gibt viele Argumente für ein Verbot von Schwarzpulverraketen und Böllern“, sagte Resch und nannte Beispiele: „Luftverschmutzung und tausende Tonnen Müll, Millionen verängstigte und leidende Tiere, Hausbrände und viele tausend verletzte Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Auch auf das klassische Feuerwerk sollten Städte und Gemeinden verzichten: „Kommunen können auch mit kreativen Licht- und Lasershows oder gar einer Drohnenshow für einen farbenfrohen Jahreswechsel sorgen.“
Städte und Kreise beschließen ein Verbot
Die Entscheidung über ein Böllerverbot an Silvester liegt nach Angaben des Bundesumweltministeriums bei den Städten und Landkreisen. „Das alljährliche Silvesterfeuerwerk kann die Feinstaubbelastung in Kommunen vorübergehend erhöhen. Wie hoch diese Belastung tatsächlich am Standort ist, hängt von vielen Faktoren ab“, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums gegenüber RND. Dazu gehören zum Beispiel die Witterungsverhältnisse am Standort und die Anzahl der abgebrannten Feuerwerkskörper. „Das hat Sinn dass die Städte und Kreise selbst entscheiden, ob ein Böllerban verhängt werden soll”.
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