Wirtschaft nach der Übernahme
Der Vorstand löst sich auf: Elon Musk ist alleiniger Chef von Twitter
Stand: 14:29 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
“Hätte billiger sein können”
Nach monatelangem Hin und Her lässt Elon Musk nun die Fakten sprechen und kauft Twitter. Musk zahlt dafür 44 Milliarden Dollar. „Am Ende kann daraus etwas werden“, sagt Alfred Maydorn, Chefredakteur des maydornreport.
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Twitter löste nach der Übernahme durch Elon Musk seinen Vorstand auf. Musk wurde zum alleinigen neuen Direktor ernannt und gab ihm die alleinige Kontrolle über das Technologieunternehmen.
Nach der Übernahme von Twitter übernahm Elon Musk die alleinige Macht im Online-Netzwerk. Nachdem der Unternehmer die Geschäftsleitung unmittelbar nach Abschluss des 44-Milliarden-Dollar-Buyouts in der vergangenen Woche entlassen hatte, löste Twitter auch seinen Vorstand auf. Die Gruppe machte die Ankündigung am Montag in einer obligatorischen Einreichung bei der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission.
Die neun Mitglieder des Verwaltungsrats haben ihre Ämter niedergelegt. Musk ist bislang der einzige neue Direktor, der Vorstand amerikanischer Konzerne ist wie bei deutschen Aktiengesellschaften eine Mischung aus Vorstand und Aufsichtsrat. Zu den Aufgaben des Gremiums gehören unter anderem die Auswahl, Beratung und Kontrolle der Geschäftsleitung sowie Grundsatzentscheidungen über die Ausrichtung und Entwicklung des Unternehmens.
Tech-Milliardär Musk kaufte Twitter am Donnerstag nach monatelangem Hin und Her und nahm es privat. Er entließ sofort den Twitter-Chef Parag Agrawal, den Finanzchef Ned Segal und den Chief Legal Officer Vijaya Gadde. Das Unternehmen wurde am Freitag von der Börse genommen. Musk hatte Twitter-Führungskräften vorgeworfen, ihn und Investoren über die Anzahl der gefälschten Konten auf der Social-Media-Plattform in die Irre geführt zu haben.
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Nach der Übernahme kündigte Musk an, ein neues Gremium für den Umgang mit kontroversen Inhalten zu schaffen. Bevor dieser Vorstand zusammentritt, werde es keine größeren Entscheidungen über die Inhaltsrichtlinie oder die Kontowiederherstellung geben, schrieb er auf Twitter. Daher ist nicht sofort mit der Freischaltung des Accounts von Ex-Präsident Donald Trump zu rechnen, über die Musk in den vergangenen Monaten diskutiert hatte.
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Gleichzeitig versprach Musk am Wochenende in einem Tweet: „Jeder, der aus geringfügigen und zweifelhaften Gründen gesperrt wurde, wird aus dem Twitter-Gefängnis entlassen.“ Er war auch offen dafür, die 280-Zeichen-Grenze für Tweets aufzuheben. Medienberichten zufolge werden künftig Gebühren für verifizierte Twitter-Accounts erhoben.