Veröffentlicht am 6. November 2022, 19:02
Muttenz BL: 19-jähriger ehemaliger Stiefvater bricht sich dreimal auf einen Schlag die Nase
Die Szenen spielten sich im Juni vor dem Strafgericht in Basel ab. Dieser hatte gerade entschieden, dass das Opfer die Mutter des Mobbers nicht vergewaltigt hatte. Sie wurde wegen falscher Anschuldigungen verurteilt. Sein Sohn traf und traf.
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Ein 56-jähriger Mann wurde im Juni auf dem Hof vor dem Strafgericht in Basel überfahren.
20 Minuten/Lukas Hausendorf
Der Autor war sein 19-jähriger ehemaliger Stiefsohn. Die Mutter und Ex-Frau des Opfers waren zuvor vom Gericht wegen falscher Anschuldigungen verurteilt worden.
20 Minuten/Lukas Hausendorf
Sie beschuldigte ihren Ex-Mann, sie vergewaltigt zu haben. Das stellte sich als Lüge heraus.
20 Minuten/Steve Last
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Ein 19-Jähriger schlug seinen Ex im Juni außerhalb des Gerichts.
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Es ist nicht das erste Mal, dass sich der junge Mann ins Rampenlicht der Justiz manövriert.
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Ihm droht nun an zwei Fronten die Abschiebung aus der Schweiz.
„Er lag blutüberströmt und mit dreifach gebrochener Nase auf dem Boden“, schreiben Online-Berichte. Der 56-Jährige war gerade vom Strafgericht Basel vom Vorwurf der Vergewaltigung seiner Ex-Frau freigesprochen worden, nur um im Gerichtshof von seinem Sohn tätlich angegriffen zu werden. Seine Mutter wurde wegen falscher Anschuldigungen zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der 19-Jährige hatte das offenbar missverstanden, glaubte, seine Mutter würde definitiv ins Gefängnis, und flippte aus.
Der Gewaltausbruch könnte nun schwerwiegende Folgen für den jungen Mann haben. Er besitzt die marokkanische Staatsangehörigkeit und seine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz ist am Limit, wie das «bz Basel» (Paywall) berichtet. In einer Integrationsvereinbarung mit dem Migrationsamt soll er sich verpflichtet haben, keine Straftaten mehr zu begehen und für ein friedliches Zusammenleben zu kämpfen.
Weitere Verfahren laufen
Der misshandelte Ex-Stiefvater hat Anzeige wegen Körperverletzung erstattet, während sie weiterhin online Berichte schreiben. Allerdings wird dies nicht am Tatort, im Kanton Basel, sondern von Kollegen in Basel-Stadt bearbeitet. Damit führt auch die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt ein Verfahren gegen den 19-Jährigen. Unter Bezugnahme auf die Strafprozessordnung kommt Online Reports zum Schluss, dass Basel-Stadt ein Verbrechen von mindestens gleicher Schwere untersucht.
Ihre damit verbundenen Rechtskonflikte und Verstöße gegen die Integrationsvereinbarung können ausländerrechtliche Konsequenzen haben. Dazu gehörten auch der Entzug der Aufenthaltserlaubnis und die Abschiebung in das Herkunftsland.
Zudem könnte die Basler Staatsanwaltschaft die heftige Ohrfeige als Versuch einer schweren Körperverletzung interpretieren. Selbst wenn es sich um einen Versuch handelt, handelt es sich um ein Katalogdelikt, das zur Zwangsausweisung aus dem Land führen wird. Bei einem Schuldspruch müsste das Gericht einen Härtefall prüfen. Damit ist der Verbleib des 19-Jährigen in der Schweiz an zwei Fronten bedroht.
Sind Sie oder jemand, den Sie kennen, von sexueller, häuslicher, psychischer oder sonstiger Gewalt betroffen?
Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz
Beratung zu sexueller Gewalt an Frauen
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein
Zwuschehalt, Unterstände für Männer
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Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13
Angebotene Hand, Anliegen Hotline, Tel. 143
Pro Juventute, Kinder- und Jugendberatung, Tel. 147
Beratungsstellen für gewalttätige Menschen