Nach Angaben der Interamerikanischen Pressevereinigung (IAPA) ist in diesem Jahr zum achten Mal ein Journalist in Haiti getötet worden. Laut einer heute veröffentlichten Erklärung der Organisation wurde Fritz Dorilas, Moderator von Radio Megastar, am vergangenen Samstag im Stadtteil Tabarre am Rande der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince unter noch ungeklärten Umständen getötet. Medienberichten zufolge wurde er bei Bandenkämpfen erschossen, anderen Quellen zufolge aus seiner Wohnung entführt und anschließend getötet.
Laut IAPA war es der 40. Mord an einem Medienmitarbeiter in diesem Jahr in der Region, die Amerika und die Karibik umfasst. Damit hatte Haiti mit 19 die zweithöchste Zahl an Morden nach Mexiko.
Die SIPA verurteilte die Tötung von Dorilas und betonte, dass die allgemeine Gewalt in Haiti die Arbeit von Journalisten unsicher mache. In dem Karibikstaat, dem ärmsten Land der Region, kämpfen Banden brutal um die Herrschaft über Territorien. Dies verschärfte die ohnehin schwierige Sicherheits-, Versorgungs- und Gesundheitslage so sehr, dass Haitis Übergangsregierung die UNO um Hilfe durch eine internationale Streitmacht bat.