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Die FIFA WM in Katar geht in die K.o.-Runde über und eine der größten Überraschungen ist Japans souveräner Einzug ins Achtelfinale. Ex-SV-Horn-Torhüter Shuichi Gonda warf Deutschland in „Samurai Blue“ sogar aus dem Turnier.
02.12.2022 14.41
Ab heute, 14:41 Uhr online
Am Tag nach der Sensation müssen sich einige Fußballfans in Japan die Augen gerieben haben. Japan hat in Katar das Unmögliche geschafft und mit einem 2:1-Sieg in Spanien die sogenannte Todesgruppe E überstanden, und nicht nur das – sie sind sogar als Gruppensieger aufgestiegen und haben mit Deutschland und Spanien den Weltmeister von 2014 und 2010 gewonnen.
Großen Anteil am japanischen Traum hat Shuichi Gonda, der vor sechs Jahren für den SV Horn in der Regionalliga im Tor stand und nun in Katar gegen Weltstars seine Klasse zeigt. Gonda spielt mittlerweile mit Shimizu S-Pulse in Japan, der Kontakt zum Waldviertel wurde aber nie abgebrochen. Horn-Präsident Rudolf Laudon tauscht sich noch heute mit seinem ehemaligen Torhüter aus.
ANNE-CHRISTINE POUJOULAT / AFP / picturedesk.com Ein 2:1-Sieg gegen Deutschland, mit Shuichi Gonda als sicherer Stütze, war ein perfekter Start für Japan und der Beginn eines vorzeitigen Aus für die DFB-Elf.
„Persönlich und sportlich ist er ein toller Typ mit einer hochprofessionellen Herangehensweise an den Leistungssport. Er war damals schon Nationalspieler bei uns und wollte Japan unbedingt bei einem großen Turnier vertreten. 2018 hat es nicht geklappt, aber jetzt läuft es in Katar besser“, sagte Laudon im Gespräch mit noe.ORF.at.
„Wir haben uns nach dem Spiel gegen Deutschland geschrieben und ich habe ihm auch nach dem Sieg gegen Spanien gratuliert. Schuh, wie wir ihn Horn nennen, hat mir vor der WM gesagt, dass Japans Ziel das Viertelfinale ist und seine Einstellung definitiv verdient“, sagte Laudon.
Achtelfinale gegen den Vize-Weltmeister
Die Gegner im Achtelfinale haben es schwer, da Gonda und Japan auf dem Weg ins Achtelfinale auf Kroatien treffen und erneut gegenüber dem Zweitplatzierten benachteiligt werden. Rudolf Laudon traut der Mannschaft am Montag durchaus die nächste Überraschung zu. „Die Kroaten haben mich noch nicht wirklich überzeugt. Da ist auf jeden Fall was dran, wenn Gonda in Topform spielt.“