Es ist bekannt, dass obstruktive Schlafapnoe bei postmenopausalen Frauen häufiger auftritt. Dies könnte an niedrigeren Sexualhormonspiegeln liegen, zeigt eine Datenanalyse von 774 Frauen im Alter zwischen 40 und 67 Jahren.
551 Frauen gaben an, zum Schnarchen aufgefordert worden zu sein. 411 Frauen hatten andere Symptome von Schlafapnoe. Bei allen Frauen war eine Verdopplung der Östrogenkonzentration im Serum mit einer um 19 Prozent geringeren Schnarchenwahrscheinlichkeit verbunden. Die Verdopplung des Progesteronspiegels war mit einer um 9 % geringeren Schnarchenwahrscheinlichkeit verbunden. Bei schnarchenden Frauen war eine Verdoppelung des Östrogenspiegels mit einer um 17 bis 23 % geringeren Wahrscheinlichkeit von Schlafapnoe und eine Verdoppelung des Progesteronspiegels mit einer um 12 % geringeren Schlafapnoerate verbunden.
Die Autoren schlussfolgern aus den Ergebnissen, dass die Gabe weiblicher Sexualhormone eine Strategie sein könnte, um das Auftreten obstruktiver Schlafapnoe zu reduzieren. Sie schreiben: „Weibliche Geschlechtshormone sind entscheidend für die Gesundheit. Besonders nach der Menopause muss der Hormonstatus berücksichtigt werden, um ganzheitliche Behandlungsstrategien zu entwickeln.“
Was: DOI 10.1371 / journal.pone.0269569