Neue Details: Das steckt hinter der Hammerattacke auf Top-Banker

Schweizer hat sich gezielt dafür entschieden

Das steckt hinter Basels Hammerangriff auf Top-Banker

Aus heiterem Himmel griff ein Schweizer im Juni einen französischen Grossbanker am Bahnhof Basel SBB mit einem Hammer an. Er schlug weiter. Auch als sein Opfer bereits am Boden lag. Die Hintergründe der Bluttat waren bislang unklar.

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François Villeroy de Galhau, Gouverneur der Zentralbank der Banque de France, wurde im Juni in Basel mit einem Hammer angegriffen.

Ich wollte am 26. Juni mit dem Zug nach Hause fahren. Ab Bahnhof Basel SBB mit dem TGV nach Paris. Doch auf dem Weg dorthin wurde François Villeroy de Galhau (63), ein prominenter französischer Banker, brutal mit einem Hammer geschlagen. Der Angreifer versuchte immer wieder, ihn zu treffen, auch nachdem der Franzose schon länger am Boden lag. Endlich war der Hammermann im Ruhestand.

Was hinter dieser verrückten Tat steckte, war nicht klar. Doch nun sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eingestellt. Und es gibt neue Erkenntnisse, wie die Zeitungen von CH Media berichten.

François Villeroy de Galhau ist einer der wichtigsten und angesehensten Zentralbanker der Welt. Seit 2015 ist er Gouverneur der Zentralbank der Banque de France. Außerdem ist er derzeit Vorsitzender des Verwaltungsrats der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ).

„Wahnsinnige Ressentiments gegen die Finanzwelt“

Der Autor ist Schweizer (39 Jahre alt) mit Wurzeln in Kenia. Ein verletzter IT-Typ, der seinen Job bei IBM verloren hat, weil er zu viel geraucht hat. Sein gesellschaftlicher Abstieg begann mit der Kündigung. Er wurde wieder wahnsinnig.

Laut Staatsanwaltschaft soll der mutmaßliche Täter den Franzosen gezielt als sein Opfer ausgewählt haben. Offenbar hegte er einen «wahnhaften Groll gegen die Finanzwelt», zitiert CH Media aus den Akten. Und in den Tagen vor der Tat sah der 39-Jährige in Basel viele wichtig aussehende Männer im Anzug.

Kein Wunder: Der Hauptsitz der BIZ befindet sich in einem imposanten Hochhaus in Basel, nur einen Steinwurf vom Bahnhof SBB entfernt. Und an diesem Sommertag fand die jährliche Generalversammlung der BIZ statt. Der Mann wusste es, weil er im Internet recherchiert hatte. Und er sah sich auch die Namen und Gesichter einiger Banker an. Unter ihnen: François Villeroy de Galhau.

Er behauptet, geschubst worden zu sein

Als er ihn sah, zog er einen Hammer aus seinem Rucksack, verfolgte den Franzosen kurz und stürzte sich auf sein Opfer. Der Angreifer selbst bestreitet dies. Er behauptet, jemand habe ihn gestoßen. Leider hatte er damals einen Hammer in der Hand.

Der Schweizer sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Ob er wegen des brutalen Angriffs verurteilt wird, ist unklar. Dem Bericht zufolge wurde bei ihm paranoide Schizophrenie diagnostiziert. Folglich ist er unschuldig. Deshalb sollte er in eine psychiatrische Abteilung verlegt werden. Darüber muss das Strafgericht noch entscheiden. Trotz des gewalttätigen Angriffs hat sich das Opfer Villeroy de Galhau gut von seinen Verletzungen erholt, darunter ein gebrochener Knochen im Kopf. (lecker)

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