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Erstellt: 30.12.2022 10:52
Von: Simon Stock
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Bei Steuern, Renten, Kindergeld, Krankenversicherung und rund ums Auto müssen die Deutschen bereit sein für Innovationen. 2023 wird sich einiges ändern.
Hamm – Das neue Jahr bringt viele Veränderungen und Neuerungen für die Menschen in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland. Kindergeld, Renten, Steuern, Krankenkassenbeiträge, Bürgergeld und mehr – viele neue Regelungen treten zum 1. Januar 2023 in Kraft, einige später im Jahr. Einige davon wirken sich auf den Geldbeutel der Bürger aus.
Jahr 2023 Start 1. 31. Januar 2023. Dezember 2023
Neues Jahr, neue Regeln. Was sich 2023 ändert: ein Überblick:
Das ändert sich 2023 für Renten, Kindergeld und Bürgergeld
Bürgergeld statt Hartz IV: Hartz IV wird ab dem 1. Januar 2023 durch das neue Bürgergeld ersetzt. Bedürftigen bringt die Umstellung mehr Geld, denn die monatliche Grundsicherung steigt auf 502 Euro für Alleinstehende Auch das Sparguthaben wurde aufgestockt: Bis zu 15.000 Euro pro Person sind geschützt.
Mehr Kindergeld: 2023 wird es die stärkste Erhöhung des Kindergeldes seit fast 30 Jahren geben. Ab Januar steigt die Summe auf einheitlich 250 Euro pro Kind und Monat. Die Erhöhung des Kindergeldes ist höher als zunächst angenommen. Auch das Kindergeld wird von 5.620 Euro (2022) auf 5.760 Euro ab 2023 erhöht.
Höhere Rente: Rentner können ab dem 1. Juli mit mehr Geld rechnen. In Westdeutschland sollen die Renten im ersten Halbjahr um rund 3,5 Prozent steigen, in den östlichen Bundesländern sogar um satte 4,2 Prozent. Noch sind die Daten vorläufig, im Frühjahr will die Politik mehr Klarheit schaffen. Eine gute Nachricht gibt es auch für alle Rentenversicherten: Ab 2023 sind Rentenbeiträge voll steuerlich absetzbar.
Das ändert sich 2023: Steuern und Energiepreisbremse
Homeoffice-Flatrate: Apropos gute Nachricht: Die Homeoffice-Flatrate steigt 2023 auf 1.000 Euro. Bisher lag die Obergrenze bei 600 Euro.
Gas- und Strompreisbremse: Noch nie war Energie in Deutschland teurer. Deshalb hilft die Politik den Bürgern, indem sie die Gas- und Strompreise senkt. Sie gelten ab März 2023, umfassen aber rückwirkend auch die Monate Januar und Februar. Die Auszahlung des Geldes erfolgt im März. Die Bremse setzt eine Obergrenze für den Energiepreis von Strom, Gas und Fernwärme. Im April 2024 wird ein Grundpreis von 40 Cent (Strom), 12 Cent (Gas) und 9,5 Cent (Fernwärme) fällig. Der Grundpreis gilt für 80 Prozent des Verbrauchs.
Einfache Energiepauschale: Wie viel Geld gibt es für wen?
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Rauchen wird teuer: Die Steuern auf Zigaretten, Zigaretten und Tabak werden 2023 steigen. Packungen mit 20 Zigaretten kosten künftig durchschnittlich 18 Cent mehr.
Das ändert sich 2023 für die Krankenkassen
Das Ende des gelben Scheins: Am 1. Januar 2023 endet eine Ära. Erkrankte erhalten keinen gelben Schein mehr von ihrem Arzt. Der Vermerk wird durch die digitale Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ersetzt. Das ist so: Die Klinik informiert die Krankenkasse elektronisch, die wiederum den Arbeitgeber.
Höhere Krankenkassenprämien: Diese Neuerung schmerzt den Geldbeutel: Die Beiträge an die Krankenkassen werden bis 2023 deutlich steigen, auf durchschnittlich 16,2 Prozent des Bruttolohns. Der Beitragssatz beträgt derzeit 14,6 Prozent, der ermäßigte Beitragssatz 14 Prozent.
Das wird sich für Autofahrer 2023 ändern
Führerscheinumstellung: Millionen Deutsche müssen in den kommenden Jahren ihren Führerschein umtauschen. 2023 sind alle zwischen 1959 und 1964 geborenen Führerscheininhaber mit einem Führerschein von 1998 oder früher betroffen. Bis zum 19. Januar müssen sie ihre „Tücher“ gegen neue Plastikkarten nach EU-Standards tauschen, sonst drohen Bußgelder. Bist du später geboren? Hier finden Sie eine Übersicht aller Umtauschstufen und Laufzeiten.
Es geht ums Geld: 2023 wird es viele Neuerungen und Veränderungen für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland geben. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Erste-Hilfe-Koffer: Ende der Übergangsfrist: Ab dem 1. Februar 2023 müssen Fahrer zwei OP-Masken mitführen, die im Erste-Hilfe-Koffer verpackt sind. Im Gegenzug werden zwei Items gedroppt.
Elektroautoprämie: Zum 1. Januar 2023 endet die Förderung für Plug-in-Hybride, ab 2023 sinkt auch die Förderhöhe für reine Elektroautos.
Für die Fahrer gibt es 2023 noch weitere Änderungen – manchem drohen Bußgelder und sogar Punkte in Flesburg.
Das ändert sich 2023: Rückgabepflicht und Netflix
Mehrweg: Ab dem 1. Januar 2023 besteht eine Pflicht zur Wiederverwendung. Darin heißt es, dass auch Restaurants, Bistros und Cafés alle Produkte in Mehrwegverpackungen anbieten müssen. Wichtig für Kunden: Das Produkt soll dadurch nicht teurer werden. Vermieter können jedoch eine Kaution verlangen. Kleinere Betriebe wie Bäckereien oder Cafés sind von der Mehrwegpflicht ausgenommen, müssen aber ab 2023 Take-Home-Behälter annehmen.
Netflix macht Schluss mit illegalem Account-Sharing: Millionen Menschen nutzen Netflix als kostenlose Nutzer von Freunden und Bekannten ohne zu bezahlen. 2023 wird der Streaming-Dienst damit aufhören. Wer einen Account hat, kann ihn künftig wohl nicht mehr außer Haus teilen. Betroffene Netflix-Nutzer haben zwei Möglichkeiten.