Konsumentenpreise: Diese Produkte und Waren werden in der Schweiz immer teurer

Aktualisiert am 4. Januar 2023, 10:04 Uhr

Konsumentenpreise: Diese Produkte und Waren werden in der Schweiz immer teurer

Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche jährliche Inflation bei fast drei Prozent. Während die Bevölkerung mehr Miete bezahlen musste, sanken die Kosten für Medikamente.

1/5

Die Fahrpreise für den Individualverkehr sind im Jahr 2022 gestiegen.

Reuters

Auch die Vermietungen von Ferienwohnungen sind gestiegen.

20min/Marco Zangger

Medikamente hingegen mussten weniger bezahlt werden.

20min/Michael Scherrer

Das ist es, worum es geht

  • Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche jährliche Inflation bei +2,8 %.

  • Die Schweizer mussten mehr für Miete, Benzin und Autos zahlen. Weniger jedoch für Drogendeals und Kombinationen für Fest- und Mobilfunknetze.

  • Bis 2023 erwartet etwa jeder Vierte eine Verschlechterung seiner persönlichen finanziellen Situation.

Der Landesindex der Verbraucherpreise ist im Dezember 2022 im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent gefallen und erreichte einen Stand von 104,4 Punkten. „Der Rückgang von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter niedrigere Kraftstoff- und Dieselpreise. Auch Obst, Gemüse und Medikamente wurden weniger bezahlt. Die Mieten für Ferienwohnungen und den Individualverkehr sind dagegen gestiegen“, begründet die Bundesregierung die Zahlen.

Entwicklung des Nationalen Verbraucherpreisindex.

Bundesamt für Statistik

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stiegen die Preise einheimischer Produkte im vergangenen Jahr um rund 1,6 Prozent, während die Preise importierter Produkte um 6,7 Prozent stiegen. 2022 betrug die durchschnittliche jährliche Steigerung +2,8 Prozent. Im Jahr 2021 lag die durchschnittliche jährliche Inflation bei +0,6 %, im Jahr 2020 bei -0,7 %. Die UBS schätzte die Inflation in diesem Jahr auf 2,9 Prozent.

Die Schweizer blicken pessimistisch in die Zukunft

Laut einer Umfrage des Vergleichsdienstes Comparis sind die Schweizer für 2023 pessimistischer als seit 2017. Vor allem die hohe Inflation, die zu einem Preisanstieg geführt hat, bereitet der Schweizer Bevölkerung Sorgen. Rund jeder Vierte erwartet, dass sich seine persönliche finanzielle Situation bis 2023 verschlechtert. Hauptgründe dafür sind Krankenkassenprämien und hohe Energiepreise. «Vor allem Menschen mit geringem Einkommen rechnen mit einem schwierigen Jahr 2023», sagt Comparis-Experte Michael Kuhn.

Besonders pessimistisch sind Geringverdiener: 13 Prozent der Erwachsenen mit einem Einkommen bis 4000 Franken sagen, das Geld sei «nicht genug», bei einem Einkommen von 4000 bis 8000 Franken sind es 3,6 Prozent und bei einem Einkommen von über 8000 Franken. Franken 1,1 Prozent.

52,6 Prozent der Befragten wollen nun mehr sparen und weniger konsumieren. 50,9 % wollen auf Anschaffungen wie Möbel und Autos verzichten. 3,4 % wollen mehr in Fonds und Aktien investieren. „Geld aufs Konto zu legen macht wegen steigender Zinsen wieder mehr Sinn, auch wenn die aktuelle Inflation mehr als ausläuft“, sagt Kuhn. Investitionen in Fonds und Aktien sind finanziell attraktiver, bergen aber auch höhere Risiken.

Verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News mehr zum aktuellen Weltgeschehen. Holen Sie sich jeden Tag das Wichtigste kurz und prägnant direkt in Ihr Postfach.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *