“Vera”: Zerquetscht von Dads Cowboyhut

„Vera“, der in Venedig preisgekrönte Film von Tizza Covi und Rainer Frimmel, schickt die (echte) Tochter eines Westernstars auf eine Entwicklungsreise durch Rom.

Wenn man „Vera“, den neuen Film des österreichischen Regieduos Tizza Covi und Rainer Frimmel, mit einer aktuellen Debatte verknüpfen möchte, die wie viele andere Kleinigkeiten in den sozialen Netzwerken begonnen hat, kann man sagen: Seine Protagonistin Vera Gemma zerstört die widerliche Vorstellung von “Baby-Nepo(ismus)”.

Diese postuliert, dass die Kinder berühmter Väter durch Vetternwirtschaft mit perfekt manikürten Händen in elitäre Kreise (und Berufe) aufgenommen werden. Doch Vera, die symbolisch das Erbe ihres Vaters, der Spaghetti-Western-Ikone Giuliano Gemma, mit einem weißen Cowboyhut auf dem Kopf und mehreren (Kunst-)Pelzwesten auf den Schultern durch Rom trägt, ist im Gegenteil genau für sie beruflich gescheitert ist die Tochter eines überlebensgroßen Vaters.

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