Gepostet am 15. Juli 2022, 12:40 Uhr
Tessin: Es war häusliche Gewalt: Der Mann bedrohte Doris Leuthard
Die ehemalige Bundesrätin und heutige Vizepräsidentin des Verwaltungsrats der Coop-Gruppe wurde in ihrem Ferienhaus im Tessin mit einem Messer bedroht. Der Mann wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht.
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Doris Leuthard wurde von einem Mann angegriffen. Der Mann befindet sich nun in einer psychiatrischen Klinik.
Der Vorfall ereignete sich in Gambarogno TI am Lago Maggiore.
Am Donnerstagmorgen könnte eine Frau in ihrem Haus in Vairano TI, das zur Gemeinde Gambarogno gehört, mit einem Messer bedroht worden sein. Tio.ch schreibt von einem “spitzen Gegenstand”. Bei der Frau handele es sich um Alt-Bundesrätin Doris Leuthard, schreibt das Online-Portal unter Berufung auf gut informierte Quellen. Neu ist Leuthard Mitglied des Verwaltungsrats von Coop und Stadler Rail.
Ein Mann soll den ehemaligen Verkehrsminister nach einem Streit bedroht haben. Über den Mann liegen keine Informationen vor. Allerdings handele es sich um einen Fall von häuslicher Gewalt, schreibt Tio.ch. Dem Artikel zufolge bat der ehemalige Amtsrichter um Hilfe, Nachbarn bezeugen. Die alarmierte Kantonspolizei intervenierte vor Ort. „Es waren zwei Polizeiautos und ein Krankenwagen am Tatort“, berichtet ein Nachbar, der die enge Gasse nicht hinunterfahren konnte.
Die Tessiner Staatsanwaltschaft bestätigt, dass sie am Donnerstag wegen eines kurz vor 10.30 Uhr eingegangenen Notrufs abgereist sind. Die Kantonspolizei hatte die Unterstützung der interkommunalen Bezirkspolizei, und der Einsatz auf einem Grundstück in Vairano endete gegen Mittag. Es war ein privater Notfall. Da nur Ermittlungen geführt werden, könne laut Sprecher Giovanni Mariconda dazu nichts mehr gesagt werden. Über Personen werden keine Angaben gemacht.
Verbrecher ins Krankenhaus gebracht
Der Angreifer wurde festgenommen und später in die psychiatrische Klinik Mendrisio TI gebracht. Mit Doris Leuthard, einer von uns allen Politikerin, die seit Jahren gegen häusliche Gewalt kämpft, wurde sie Opfer dieser Gewalttat. Als Nationalrätin der CVP im Aargau beteiligte sich Leuthard vor rund 20 Jahren an der Gesetzesänderung, die häusliche Gewalt zum Amtsverbrechen machte. Damit wird häusliche Gewalt nicht mehr nur auf Verlangen, sondern von Amts wegen verfolgt.
Sind Sie oder jemand, den Sie kennen, von sexueller, häuslicher, psychischer oder sonstiger Gewalt betroffen?
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
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