Waldbrände in der Böhmischen Schweiz und in der Sächsischen Schweiz: Die Highlights in Kürze
6.58 Uhr: Das Feuer in der Sächsischen Schweiz weitet sich etwas aus
Das Lauffeuer im Nationalpark Sächsische Schweiz breitet sich aus. Weiter nördlich der bisherigen Brandzone zwischen Großer Winterberg und Großer Zschandbach habe das Feuer die Grenze von Böhmen in die Sächsische Schweiz überschritten, sagte der Pressesprecher des Landratsamtes Sächsische Schweiz am Morgen und das Östliche Mineralgebirge, Thomas Kunze. Ob es neben den oben genannten fünf Brandherden noch einen weiteren großen Brandherd geben wird, kann noch nicht gesagt werden.
Derzeit versuchen 275 Einsatzkräfte, das Feuer einzudämmen. Diese Zahl der Notdienste wird im Laufe des Tages weiter zunehmen. Derzeit sind acht Löschhubschrauber im Einsatz. Derzeit stehen den Angaben zufolge rund 250 Hektar Wald in Flammen. In Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz gilt seit Dienstag Katastrophenalarm. Touristen sollten die Gegend meiden. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge dürfen die Wälder bis auf Weiteres nicht mehr betreten werden. Nach Angaben der Behörden am Mittwochabend besteht derzeit keine Gefahr, dass das Feuer auf Nachbarorte übergreift.
6.36 Uhr: Die Bundesregierung will Wälder langfristig widerstandsfähiger machen
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Bundesumweltministerin Steffi Lemke will Wälder widerstandsfähiger gegen die Spätfolgen des Klimawandels machen. Zu den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz und im südlichen Brandenburg sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur: „Waldbrände sind für Menschen gefährlich, wenn sie Siedlungen bedrohen, die Luft verschmutzen und CO2 freisetzen. Gleichzeitig zerstören sie ganze Ökosysteme und deren Funktionen.“ : Waldbrände stören massiv die Wasser- und Kohlenstoffspeicherfunktion der Wälder.“ Daher ist es entscheidend (…), Wälder langfristig widerstandsfähiger zu machen.
Die Bundesregierung unterstütze die Länder nach Maßgabe ihrer Fähigkeiten bei der Bekämpfung der Flammen, sagte Lemke. Langfristig will das Bundesumweltministerium naturnahe Waldökosysteme entwickeln, um sie robuster zu machen. Die Weiterentwicklung der Wälder zu „naturnahen und klimaresilienten Ökosystemen“ ist ein wichtiger Bestandteil des „Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz“. Für die Umsetzung des Programms will die Bundesregierung nach bisherigen Angaben in den Jahren 2022 bis 2026 insgesamt vier Milliarden Euro bereitstellen.
6.02 Uhr: Der Großeinsatz der Feuerwehr in Tschechien geht weiter
Auch in der Böhmischen Schweiz geht der Kampf gegen die Flammen weiter. Wie CT24 berichtete, waren am Donnerstagabend rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz, Flugzeuge und Helikopter zur Brandunterstützung sollen erst am Morgen wieder zur Verfügung stehen.
Unter den fliegenden Helfern sind auch zwei Canadair-Maschinen aus Italien, die an den Löscharbeiten beteiligt sind. Allerdings sollen die beiden Flugzeuge nicht aus der Elbe, sondern aus dem See Milada unweit von Usti nad Labem Wasser holen. Nach ihrer Ankunft am Mittwoch machten sich die Piloten bereits mit dem Feuer und der Wasserquelle vertraut.
Donnerstag, 5.07 Uhr: Der Kampf gegen Waldbrände geht heute weiter
Die Waldbrandsituation im Nationalpark Sächsische Schweiz ist nach wie vor ernst, wenn auch zunächst leicht reduziert. Der Kampf gegen die Flammen wird voraussichtlich am Donnerstag fortgesetzt, wobei Hunderte von Feuerwehrleuten und anderen Rettungsdiensten noch im Einsatz sind, um die Flammen einzudämmen.
In einem Update des Brandkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hieß es am Mittwochabend, die Lage habe sich im Laufe des Tages nur leicht entspannt. “Die Lage in den Brandgebieten bleibt angespannt, aber nicht außer Kontrolle.” Am Donnerstag wollen sich Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) und Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) ein Bild von der Lage machen.
Folgendes haben wir am Mittwoch berichtet:
20.40 Uhr: Prebischtor vor Brand gerettet
Das Wahrzeichen der Böhmischen Schweiz, das Prebischtor, steht. Das zeigen die ersten Bilder der Felsformation, die ein Redakteur der tschechischen Zeitung Mladá fronta Dnes aufgenommen hat. Laut der Zeitung war er einer der ersten, der zusammen mit den Feuerwehrleuten am historischen Denkmal ankam. „Das Prebischtor-Areal scheint vom Brand verschont geblieben zu sein“, sagt Tomáš Lánský.
19.09 Uhr: Rettungsdienste in der Sächsischen Schweiz sind am Limit
Mehr als 400 Retter kämpfen seit Montag gegen das Feuer in der Sächsischen Schweiz. Sie sind erschöpft und brauchen ihre Pausen. Mittlerweile reicht der Platz im Feuerwehrhaus Schmilka nicht mehr aus. Ein Teil des Elbbrückenparkplatzes wurde deshalb für die Feuerwehr reserviert. Kollegen können sich dort ausruhen, essen und trinken. Ein Teil davon sind Spenden. Außerdem ist der ASB Neustadt den dritten Tag im Waldbrandgebiet rund um Bad Schandau im Einsatz.
Während die Rettungsdienste dünn gesät sind, fühlen sich die Touristen unsicher und wütend.
18.42 Uhr: Waldbrand in der Böhmischen Schweiz: Italienische Löschflugzeuge sind eingetroffen
Bei der Bekämpfung des Waldbrandes im Nationalpark Böhmische Schweiz kommen mittlerweile sieben Löschhubschrauber zum Einsatz. Darunter je eine Maschine aus Polen und der Slowakei, zwei der tschechischen Armee und der tschechischen Polizei sowie ein Hubschrauber eines Privatunternehmens. Das sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwoch der Nachrichtenagentur ČTK. Am Abend trafen auch die beiden von Italien zugesagten Canadair-Löschflugzeuge ein. Sie können bis zu 6.000 Liter Wasser aufnehmen.
18.20 Uhr: Feuerwehren des Landkreises Görlitz bekämpfen Waldbrände
Insgesamt 29 Feuerwehren aus dem Landkreis Görlitz im Grenzgebiet Sächsisch-Böhmische Schweiz sind seit Anfang der Woche im Einsatz, um die örtlichen Feuerwehren bei der Bekämpfung der dortigen Waldbrände zu unterstützen. Das teilte der Landkreis Görlitz am Mittwoch in einer Pressemitteilung mit.
17.50 Uhr: Bio-Bauerngrillen für die Bademeister in Bad Schandau
Viele fühlen sich angesichts der Waldbrände in der Sächsischen Schweiz hilflos und wollen trotzdem etwas tun. Biobauer Carsten Ullrich, Pirnas Platzhirsch und viele andere auch. Am Freitag grillen sie Würstchen und bereiten Hamburger für die Helfer in Bad Schandau zu. „Solidarität geht alle an“, sagt Ullrich. “Bei so einer Katastrophe muss man aufstehen.” Unter den Helfern sind Obstscheune Krietzschwitz, Bäckerei Spiegelhauer und die Dürrröhrsdorfer Wurst- und Fleischwaren GmbH.
Am Freitag grillt Carsten Ullrich in Bad Schandau für die Helfer und will sie dabei unterstützen. © Daniel Förster
17.36 Uhr: Waldbrand im Sandsteingebirge von Elba unter KontrolleDie Lage in den Waldbrandgebieten im Elbsandsteingebirge in Sachsen und Böhmen ist unter Kontrolle, bleibt aber angespannt. Die Brandbekämpfung im Sächsischen Nationalpark konzentriere sich derzeit auf zwei der fünf Brandzonen, das Gebiet Bärenfangmauern und den Frienstein, sagte der Sprecher des Bezirksamtes Sächsische Schweiz und Erzgebirgische Orientalen, Thomas Kunz. “Das Gebiet ist unwegsam und schwer zugänglich.” Auch Totholz erschwert die Brandbekämpfung. Einsatzkräfte konnten einzelne Brandherde eindämmen und stabilisieren, andere breiten sich aus und müssen intensiv bekämpft werden. Ein Standort befindet sich auf dem Frienstein und ein größerer Standort zwischen Goldstein und Richterschlucht.
16.55 Uhr: Auf tschechischer Seite gibt es kein Waldbegehungsverbot
Obwohl das Betreten des Waldes im Nationalpark Sächsische Schweiz seit Dienstagnachmittag verboten ist, darf der Wald auf tschechischer Seite weiterhin betreten werden.
Laut dem Direktor der Parkverwaltung, Pavel Bendy, wollte die Region Ústí wegen des Großbrandes den Zugang zu den Wäldern der Böhmischen Schweiz verbieten. Am Ende habe die Behörde aber kein Verbot ausgesprochen, berichtet ČT24. Laut Kreisamt Ústí wird eine solche Regelung auch in Zukunft nicht veröffentlicht.
16.45 Uhr: Update zu Straßensperrungen
Für Straßensperrungen im Raum Sächsische Schweiz gibt es Erleichterungen. Die Kirnitzschtalstraße ist wieder frei. Es gibt Restaurants, den Campingplatz Ostrauer Mühle und die Kirnitzschtalklinik.
Die B172 ist vom Parkhotel Lindenhof nach Bad Schandau noch gesperrt. Ferienbezirke, Restaurants und die Klinik Falkenstein in Ostrava sind in Absprache mit der Polizei erreichbar.
16.30 Uhr: Sprecher des Nationalparks: „Das Feuer war plötzlich an so vielen Stellen“
Hanspeter Mayr, Sprecher der Nationalparkverwaltung, erklärt, warum das Löschen in den Bergen so schwierig ist. Und wie viele geschützte Arten bedroht sind. Lesen Sie hier das Interview mit ihm über die Situation in der Brandregion.
Hanspeter Mayr ist Sprecher des Nationalparks Sächsische Schweiz. © Marko Förster
16.15 Uhr: Basteibrücke vorübergehend gesperrt
Die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz erreicht derzeit viele Anfragen zum Waldbegehungsverbot. Die Basteibrücke ist nach Angaben der Behörde nicht von der Allgemeinverfügung des Landratsamtes ausgenommen, sie ist vorübergehend gesperrt. Das Berghotel und das Panoramarestaurant sind weiterhin vom Parkplatz aus erreichbar. Wanderer werden gebeten, dort nicht zu rauchen. Unter der Bastion brach letzte Woche ein Waldbrand aus.
16.10 Uhr: Die Evakuierung von Hřensko wird dauernNach Angaben des Bürgermeisters von Hřensko wird die Evakuierung der Bürger der Gemeinde bis Montag fortgesetzt….