EM-Gold für Damen-Sprintstaffel und Speerwerferin Weber

Stand: 21.08.2022 23:36

Die deutsche 4×100-Meter-Staffel der Frauen triumphierte beim letzten Wettkampf in München. Auch Speerwerfer Julian Weber erfüllte sich bei der EM in München seinen Traum: Er warf den Speer weiter als jeder andere. Die deutsche Herren-Sprintstaffel erlebte ein Drama.

Mitfavoritin Großbritannien mit Dina Asher-Smith und die Französinnen schieden nach einem Einwechslungsfehler aus.

Weber triumphiert im Speerwurf

„Julian ist ein Wettkampftyp, alles ist möglich“, prognostizierte Boris Obergföll zuvor beim Speerwerfer-Wettkampf. Und der Speerwurf-Bundestrainer behielt recht: Im vierten Versuch am Sonntagabend (21.08.2022) übertraf Julian Weber sich selbst und warf den Speer auf eine fantastische Weite von 87,66 Metern.

Er überholte Spitzenreiter Jakub Vadlejch, der mit 87,28 Metern in Führung gelegen hatte. Und am Ende konnte sich der Tscheche nicht mehr wehren: Weber durfte die europäische Speerwurf-Krone tragen. Bronze gewann der Finne Lassi Etelätalo mit 86,44 Metern.

Endlich eine Medaille

Bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio und den Weltmeisterschaften in Eugene im vergangenen Monat verpasste Weber als Vierter knapp eine Medaille.

Er enttäuschte Andreas Hofmann, der unter 80 Meter lag und als Elfter seine Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Drama für deutsche Sprinter bei Sieg der Briten

In der mit großen Erwartungen gestarteten 4×100-Meter-Staffel erlebten die deutschen Starter ein Drama. Auch der erste Wechsel klappte nicht, Joshua Hartmann konnte Kevin Ranz den Staffelstab nicht abnehmen. Das deutsche Quartett, das eigentlich um den Sieg mitlaufen wollte, schied aus. Großbritannien holte sich mit WM-Rekord 37,67 Sekunden Vorsprung vor Frankreich (37,94). Polen gewann Bronze mit 38,15 Sekunden.

Jungfleisch an sechster Stelle im Hochsprung

Marie-Laurence Jungfleisch spielte bei der Verleihung der Hochsprung-Medaille bei der heimischen Europameisterschaft in München nur eine Nebenrolle. Der Dritte bei der EM Berlin 2018 erreichte im Olympiastadion 1,90 m und wurde diesmal Sechster. Die Ukrainerin Jaroslava Mahuchich (1,95 m) holte Gold vor Marija Vukovic (1,95 m) aus Montenegro.

Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch Bild: IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Oliver Kremer

Bronze ging an die 17-jährige Serbin Angelina Topic (1,93 m), Tochter des ehemaligen Europameisters Dragutin Topic.

Spanien feiert die 800 Meter

Der Herren-Lauf über 800 Meter war am Sonntagabend im Münchner Olympiastadion angesagt. Während sich die Sprintstaffeln auf ihren Outdoor-Höhepunkt vorbereiteten, kämpften die Briten Mariano Garcia und Jake Wightman um den 800-Meter-Titel.

Mariano Garcia Bild: getty

Der Spanier gewann am Ende EM-Gold vor Wightman und dem Iren Mark English. Favorit Andreas Kramer aus Schweden startete zu spät und verpasste den Anschluss. Daraus resultierte nicht mehr als der vierte Platz.

10.000 Meter: Drei Deutsche unter den Unterlegenen

Drei deutsche Läufer traten über 10.000 Meter an, doch keiner von ihnen konnte in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Nils Voigt war der Beste, Samujel Fitwi aus Eritrea wurde Neunter, Filimon Abraham landete am Ende des Feldes auf Platz 19. Der Italiener Yeman Crippa, ein in Äthiopien geborener Läufer, holte sich den Sieg.

Diese: sportschau.de

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