Hergiswil NW: Polizei entdeckt 23 Flüchtlinge in Transportern

Entdeckt bei der Kontrolle der A2 in Hergiswil NW

23 Flüchtlinge in Transportern zusammengepfercht

Am Montag führte die Kantonspolizei Nidwalden eine intensive Verkehrskontrolle auf der Autobahn A2 durch. Der Streife fiel ein Lieferwagen mit italienischer Zulassung auf. An Bord waren 23 Flüchtlinge.

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Die Flüchtlinge blieben mehrere Stunden in diesem Van.

Fabian Babic, Georg Nopper

Die Polizei des Kantons Nidwalden hat am Montag einen schweren Fall von Menschenhandel festgestellt. Die Beamten haben auf der Autobahn A2 in Buochs ​​eine intensive Verkehrskontrolle durchgeführt. Die Streife bemerkte einen Lieferwagen mit italienischen Nummernschildern, der auf der Autobahn A2 nach Norden fuhr. Das Fahrzeug hielt bei der Ausfahrt Hergiswil.

Im Laderaum des Transporters entdeckte die Polizei laut einer Mitteilung 23 Flüchtlinge. Menschen wurden stehend, ohne Sicherheit und auf engem Raum transportiert.

Ermittlungen gegen den Fahrer

Die 23 Flüchtlinge hielten mehrere Stunden ohne Ruhepause in dem geschlossenen, fensterlosen Frachtraum aus. Herkunftsländer sind Afghanistan, Indien, Syrien und Bangladesch. Die Flüchtlinge sind zwischen 20 und 50 Jahre alt. Sie konnten unverletzt aus dem vollbesetzten Transporter befreit werden. Sie gaben an, illegal in europäische Länder ausserhalb der Schweiz reisen zu wollen.

Über die Identität der Flüchtlinge gebe es keine verlässlichen Informationen, erklärt Senad Sakic, Leiter der Kriminalpolizei Nidwalden, auf die Frage von Blick. Sie wurden nun in einem Haus in Stansstad NW untergebracht. „Sie haben sich sehr kooperativ gezeigt“, sagt Sakic.

Mit einem solchen Fund hatten die Nidwaldner Polizeibeamten nicht gerechnet. Sakic bezeichnet den Vorfall als außergewöhnlich. BLICK-Kriminaldirektor: «So einen Fall hatten Polizisten wohl noch nie. Da macht man erstmal die Augen auf.»

Die Reise hätte von Basel nach Frankreich gehen sollen

Die Reise der Flüchtlinge begann in Norditalien. Einige von ihnen kamen nach Angaben der Polizei über Rumänien nach Norditalien. Ein anderer Teil ging von Italien mit dem Zug nach Mailand. Dort hätten sie einen Kran erhalten und zum Lieferwagen gebracht, berichtet Kripo-Chef Sakic. Von dort fuhr sie ein Fahrer in die Schweiz mit Ziel Basel. Danach soll ein anderer Fahrer die Gruppe nach Frankreich gebracht haben.

Der Fahrer ist ein 27-jähriger Gambier, der in Italien lebt. Er wurde verhaftet. Gegen ihn wird in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nidwalden wegen Verdachts auf Menschenhandel ermittelt. Auch das Migrationsamt des Kantons Nidwalden ist in die Untersuchung eingebunden.

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