Österreich – Be’er Sheva kampfbereit

Gegen Österreich drängt die Nummer zwei Israel auf die Rückkehr in eine internationale Gruppenphase. Hapoel Be’er Sheva sind zu Gast beim Auftakt der Conference League am Donnerstagabend (18.45 Uhr / live ORF1, Sky) in Wien-Favoriten. Die Veilchen bereiteten sich auf ein vor allem körperlich anstrengendes Spiel vor. Für Trainer Manfred Schmid ist der Start definitiv ein Trend für den Europapokal im Herbst.

„Für uns wird entscheidend sein, wie wir die ersten beiden Runden spielen, um eine Chance auf Platz zwei zu haben. Wir brauchen einen guten Start, das ist unser Ziel“, sagte Schmid am Tag vor dem Spiel. Dann gibt es zwei Fahrten durch Österreich. Lech Poznan erwartet den Donnerstag in einer Woche. Die Polen sind am ersten Spieltag gegen den spanischen Favoriten Villarreal im Einsatz. Österreich gastiert in knapp einem Monat, am 6. Oktober, in Valencia. Der Tabellenzweite kann im Frühjahr im Achtelfinale antreten.

Österreich musste fünf Jahre auf die Teilnahme an einer Gruppenphase warten. Im Vorjahr gab es in der Conference-League-Qualifikation gegen den isländischen Vertreter Breidablik ein peinliches Aus. Schmid sprach nun von „großer Vorfreude. Die Herzen aller Österreicher gehen auf.“ Gleichzeitig seien die sechs Auftritte mit einer “riesigen Herausforderung” verbunden. Reinhold Ranftl, James Holland und Andreas Gruber kennen die internationale Spannung aus ihrer Zeit beim LASK. 2019/20 und 2020/21 sorgten die Linzer in der Europa League für Furore. „Wir wollen diese Welle noch einmal reiten. Ich denke, das ist wieder möglich“, sagte Ranftl.

Hapoel Be’er Sheva wird dagegen sein. Der Weg der Eingeladenen zur Conference League war lang. Der Klub aus der 200.000-Einwohner-Stadt im Süden Israels startete in die zweite Qualifikationsrunde und setzte sich durch Dinamo Minsk (2:1,1:0), den Schweizer Vertreter Lugano (2:0,3:1) und die Universität durch von Craiova in Rumänien (Strafen 1:1,1:1/4:3). Bei der Auslosung kam Be’er Sheva aus Topf zwei. Trainer ist der ehemalige israelische Nationalspieler und Ex-Profi von Hapoel Elyaniv Barda (40).

In der vergangenen Saison belegten die Weiß-Roten hinter Maccabi Haifa den zweiten Platz in der Liga. Das Finale des Israel Cups stand für Hapoel im Duell mit dem Meister des Elfmeterschießens. Auch der jüngste Vergleich mit den aktuellen Champions-League-Teilnehmern fiel aus. Am vergangenen Wochenende gewann Haifa dank eines Tores in der 92. Minute mit 2: 1. In einem hitzigen Spiel spielte Hapoel in der ersten Halbzeit nicht zum ersten Mal in dieser Saison zu kurz. Hapoel hat zwei von drei Meisterschaftsspielen mit zehn Mann beendet.

„Sie agieren in Zweikämpfen extrem aggressiv, ohne Rücksicht auf Verluste. Wir müssen kämpfen, es wird ein harter Kampf“, sagte Schmid. Aber Hapoel ist auch eine Mannschaft, die Fußball spielen kann. “Wenn du sie lässt.” Auch Ranftl sah in der Zähigkeit des Gegners einen möglichen Vorteil, der sich geschickt ausnutzen ließe. „Man muss das ein bisschen provozieren. Wenn man das klug macht, kann man den Gegner ein bisschen auf sich ziehen“, sagte der Rechtsverteidiger.

Viel wird davon abhängen, wie gut Österreich die Defensivfehler der letzten Wochen minimieren kann. Was das Personal betrifft, so kehrten zwei junge Berufstätige in die Ausbildung zurück. Nach einem Kreuzbandriss bestritt Ziad El Sheiwi sein erstes Spiel für die Young Violets in der zweiten Liga. Aber es wäre zu früh, in der ersten Mannschaft zu spielen. Auch Muharem Huskovic steht nach seiner Hüftverletzung wieder zur Verfügung, der Stürmer wäre wohl eine Option als Ersatz.

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