Bundesliga-Kritik am Zugang zum FC Bayern
An de Ligts Transfer werden Zweifel laut
Stand: 12:38 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Matthijs de Ligt wurde für 67 Millionen Euro plus mögliche Prämien zum FC Bayern getradet
Was: dpa/Enrique Huaiquil
Matthijs de Ligt soll der neue Abwehrchef des FC Bayern München werden. Geht es nach Dietmar Hamann, liegt diese Rolle dem Niederländer trotzdem nicht. Der TV-Experte zweifelt an den Qualitäten von de Ligt. Kritik kommt auch von Sandro Wagner.
Sadio Mané, Noussair Mazraoui, Ryan Gravenberch, Mathys Tel, Matthijs de Ligt – die Einkaufsliste des FC Bayern in diesem Sommer ist voll mit großen Namen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der die meisten Deals orchestriert hatte, wurde nach Kritik in den vergangenen Monaten begeistert gelobt. Mit Zugängen, dem Tenor der Fußballwelt, zeigt der Rekordmeister seine Überlegenheit in der Bundesliga. Doch nun gibt es erste Zweifel an der Transferoffensive des Rekordmeisters, vor allem aus dem umstrittenen Stab von Matthijs de Ligt.
„Die große Frage wird sein, ob de Ligt in der Lage ist, die Abwehr zu führen“, sagte Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann gegenüber „Sky“. Ob der Niederländer das mit 22 Jahren schon kann, weiß er nicht, zumal er vor zwei Jahren bei einem Klub war, der die Champions League gewonnen hat. “Er kann mit Pavard und Hernández zwei Weltmeister an seiner Seite haben. Das klingt alles wunderbar. Ob sich das in der Praxis umsetzen lässt, bleibt abzuwarten“, ergänzt der 48-jährige Fernsehexperte.
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Bei Ajax Amsterdam hätte de Ligt die nötigen Führungsqualitäten bewiesen. „Er hat es nicht nach Turin geschafft. Natürlich war es ein größerer Verein, ein größerer Wettbewerb und er hatte sehr erfahrene Spieler an seiner Seite“, sagte Hamann. De Ligt kam 2019 zu Juventus und hatte während seiner Zeit dort Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini an seiner Seite. Deshalb, so Hamann, “hat er noch den Beweis, dass er wie Bayern München verteidigen kann. Da wäre er etwas zurückhaltend und zurückhaltend.”
Anweisungen des Altmeisters: Bei Juventus in Turin war Giorgio Chiellini Chef der Abwehr
Die: Getty Images / Giuseppe Cotini
Auch Sandro Wagner kritisiert den Transfer von de Ligt, allerdings aus einem anderen Grund. „Macht es Sinn, de Ligt für 70 Millionen zu holen, wenn man Niki Süle hätte und vielleicht hätte man ihn behalten können?“, fragte der ehemalige Bayern-Profi in einem DAZN-Interview in München. De Ligt sollte 67 Millionen Euro zahlen, plus zehn Millionen an möglichen Bonuszahlen. Niklas Süle wechselt ablösefrei zu Borussia Dortmund.
„Sensationstransfers“ vom BVB
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Am Transferfenster des BVB kann der TV-Experte ohnehin mehr verdienen. Der Bayern-Verfolger habe in dieser Sommerpause „sensationelle Transfers“ gemacht. „Ich denke, dass Dortmund den Bayern gefährlich werden kann“, sagte Wagner. Mehr als 80 Millionen Euro gab der BVB für die Neuzugänge aus und holte unter anderem Sebastian Haller, Niklas Süle, Nico Schlotterbeck, Karim Adeyemi und Salih Özcan. Haller fällt derzeit mit einem Tumor aus.
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„Mit Haller würde ich sie sogar auf Augenhöhe mit den Bayern sehen, wenn alles gut geht. Schlotterbeck, Hummels und Süle bilden meiner Meinung nach das beste Innenverteidigungstrio oder -duo der Bundesliga, vor De Ligt, Upamecano und Hernández für mich , vor allem bei der Eröffnung des Spiels”, erklärte der 34-Jährige.
Hamann geht sogar noch weiter und sieht Borussia Dortmund als nächsten deutschen Meister. “Ich bin davon ausgegangen, dass Dortmund in den letzten ein oder zwei Jahren Meister war. Ich werde es noch einmal versuchen”, sagte er. Die Bayern haben zuletzt zehn Meisterschaften in Folge gewonnen.
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