operklosterneuburg zeigt erstmals Puccini

“Paris. Quartier Latin. Ein Dichter, ein Maler, ein Musiker, ein Philosoph – eine WG junger Künstler. Hilflos. Im ständigen glücklichen Kampf gegen Schulden, Hunger und Kälte. Witzig improvisieren, den Tag leben. charmante Nachbarin Mimi, mit in den Rodolfo, der Dichter, sich unsterblich verliebt, auf diese Welt kommt. Doch seine Liebe wird von Mimis Krankheit überschattet und ist zeitlich begrenzt …“, ist auf der operklosterneuburg Website zu Puccinis Oper zu lesen, erschienen 1896.

„La Boheme“ ist Liebe, Leidenschaft und Verlust

Von Henri Murgers Roman „Les Scenes de la Vie de Boheme“ schwärmte Giacomo Puccini (1858-1924) von der literarischen Quelle: „Das Buch enthielt alles, was er suchte und liebte: die Frische, die „Jugend, das ist die Menschheit, das ist Gefühl, das ist Herz. Und das ist vor allem Poesie. Göttliche Poesie.“ Das Libretto stammt von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa, die auch die Libretti zu Puccinis beiden Opern „Tosca“ (1900) und „Madame Butterfly“ (1904) schrieben.

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Das Theaterfestival auf einen Blick

Giacomo Puccini war Mitglied eines Künstlerclubs namens “Club La Bohème”, gegründet von Schriftstellern und Malern, mit denen er sich regelmäßig in Torre del Lago bei Lucca traf und Erinnerungen an seine Zeit als Student und Bohemien austauschte. . So auch am 10. Dezember 1895. Während seine Freunde Karten spielten und Wein tranken, saß er am Klavier und komponierte. Er soll plötzlich vom Klavier gesprungen sein und gerufen haben: „Beruhigt euch, Jungs. Ich bin fertig!” Am 1. Februar 1896 fand in Turin die Uraufführung von „La Boheme“ statt. Unter der musikalischen Leitung eines noch völlig unbekannten 29-jährigen Regisseurs: Arturo Toscanini.

Puccini war vor Bohemia noch nie in Paris gewesen

„Puccini, der noch nie in Paris war, hat durch seine gute Zeichnung der Figuren, seine erzählerische Dichte und seine meisterhafte melodische Komposition genau den Stil und die Atmosphäre der Pariser Bohème eingefangen“, erklärt der Intendant des Opernklosterneuburg Michael Garschall, der selbst zufrieden ist “meine erste Puccini-Oper am Kaiserhof.”

Roland Ferrigatos Regisseur „La Boheme“ Francois de Carpentries hat in den vergangenen Jahren bereits „Le Comte Ory“ und „Hoffmanns Erzählungen“ in Klosterneuburg inszeniert.

Die Oper lebt von ihren Kontrasten: Mimi, eine schüchterne und zurückhaltende fragile Femme, steht Musetta gegenüber, eine Femme fatale, stark, emanzipiert, klangvoll und exzentrisch. “Sorgloses künstlerisches Dasein, Leichtigkeit des jugendlichen Lebens kontrastieren mit Krankheit und Tod.”

Spannend zu werden verspricht die Inszenierung von Francois de Carpentries, der nach „Le Comte Ory“ (2017) und „Hoffmanns Erzählungen“ (2019) zum dritten Mal den Kaiserhof des Klosters leiten wird. Unterstützt wird es von Teamleiterin Karine van Hercke (Kostüme), Hans Kudlich (Bühnenbild), Monica I. Rusu-Radman (Choreographie), Csilla Domjan (Maske) und Lukas Siman (Beleuchtung). Christoph Campestrini, seit 2012 Generalmusikdirektor des Opernklosterneuburg und international erfolgreicher Dirigent, dirigiert das Konzert mit der Beethoven Philharmonie. Intendant Garschall: „So ein tolles Orchester, Chor und Kinderchor hatten wir noch nie!“

Regisseur Garschall: „Ein Weltrennen naht“

Laut Garschall ist die Besetzung „erstklassig, jung und einige Entdeckungen wert“. Kamile Bonte ist eine vielversprechende junge litauische Sopranistin, die ihr Debüt in Klosterneuburg als Mimi geben wird. „Vor uns liegt ein Weltrennen“, ist Garschall überzeugt. Es ist neben dem österreichischen Tenor Clemens Kerschbaumer, der Rodolfo zum ersten Mal singen wird (Bild oben).

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“Theaterfest”, 9.7.2022

Marcello ist auch ein Papierdebüt für den niederösterreichischen Bariton Thomas Weinhappel: Kinobesucher erinnern sich noch an Michael Hanekes preisgekrönten Film „Der Klavierspieler“, in dem Weinhappel drei Lieder aus Schuberts „Winterreise“ sang. Pavol Kuban als Schaunard, Dominic Barberi als Colline und Aleksandra Szmyd als Musetta debütieren in Klosterneuburg.

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