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Zweiter Sieg in der Zentralschweiz

Wicki siegt in Ennetbürgen

Der Wirbel Joel Wicki bläst wieder durch das Sägemehl. Ein Blitzsieg folgt dem nächsten. Um den starken Berner Matthias Aeschbacher unter Kontrolle zu halten, braucht er allerdings ein brillantes Spiel eines Mitspielers.

Veröffentlichung: 13.50 Uhr

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Aktualisiert: vor 12 Minuten

Am Zentralschweizer Schwingfest wird schnell klar: Wollen die Einheimischen den Sieg in den eigenen Reihen halten, müssen sie Matthias Aeschbacher eliminieren. Immer wieder sorgt der Berner Gast mit seinem gefürchteten inneren Haken für Probleme. In der ersten Schüssel begrub der Vater den fünfmal geborenen Christian Schuler platt im Sägemehl.

Wie stark das Paddel ist, erlebte Publikumsliebling Joel Wicki an diesem Sonntag hautnah. Vor dem Mittag brachte Aeschbacher die Entlebucher mehrfach ins Schwitzen. Mit viel Geschick und etwas Dummheit entkommt Wicki unverletzt. Nach dem Mittag laufen die beiden Top-Favoriten von Sieg zu Sieg auf dem Weg. Alles deutet auf ein Wiedersehen im letzten Jahr hin, wäre da nicht Reto Nötzli. Der ISAF-Gewinner von 2014, der seine Frau vor wenigen Wochen kirchlich geheiratet hat, betrügt alles, was er in der Hand haben kann. Und so stellt sich die Frage des fünften Jahrgangs: Wicki oder Aeschbacher? Wer folgt dem zweifachen Gewinner des Crown Festivals im letzten Jahr?

Der taktische Trick verhilft zum einmaligen Sieg

Die Teilung braucht Zeit, eine lange Zeit. Ob der umstrittene Kursentscheid über den Stoos im Hinterkopf getroffen wurde, ist noch unklar. Wie beim Bergklassiker haben auch diesmal Einheimische den Vorzug. Wicki rückt vor und drückt Nötzli mit einem fehlerfreien Sprung ins Sägemehl. Wenige Sekunden später, im Interview vor Ort, äußerte er bemerkenswerte Worte: „Ohne mein Team wäre ich nicht der einzige Gewinner des Festivals gewesen.“

Alarmwort? Gar nicht! Entscheidende Minuten vergingen, als der Mann von Entlebuch noch in der Umkleidekabine saß und langsam in den sogenannten «Tunnel» eindrang. Matthias Aeschbacher tat sich mit Urs Doppmann zusammen. Die Ausgangslage war klar. Gewinnt der Berner Gast mit einer Zehntelnote, sind er und der erste Gewinner von Zug 2019 Sieger, wenn Wicki in der Finalrunde triumphiert.

Ein Szenario, das Doppmann kannte und dem er erfolgreich entging. Die Divisionskrone bediente sich eines taktischen Tricks. Mit einer wundersamen Rettungsaktion verhinderte er den Flachstart. Als das Schlimmste vermieden wurde, musste er zu Boden fallen. „Ich kannte die Ausgangslage“, sagt er nach der Party vernünftig. Aus Note 10 wurde Note 9,75. Und aus einem geteilten Festsieg wurde ein einziger Festsieg. Teamwork in Perfektion und Balsam für die angeschlagene Zentralschweizer Seele. Trotz des zweiten ISAF-Sieges ist es für Wicki eine Premiere. Denn beim ersten Sieg des Jahres 2018 musste er sich den Sieg teilen. In Ruswil gab es mit Christian Schuler, Christian Stucki und Wicki sogar einen Triple-Sieg.

Der Ablauf des Festivals per Lesekurs

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