Albert Rösti muss die SRG verteidigen und greift sie in einem Gremium an

Veröffentlicht24. Dezember 2022, 11:36 Uhr

«200 Franken reichen!»: Albert Rösti muss bald für die SRG arbeiten und greift sie im Ausschuss an

Albert Rösti ist ein ausgesprochener Kritiker der SRG und gehört dem Komitee an, das deren Quoten stark begrenzen will. Als Chef des UVEK muss er nun die SSR verteidigen.

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Ab Anfang 2023 wird Albert Rösti das UVEK verantworten und in Kürze die SRG-Akte übernehmen.

Jürg Spori/Tamedia AG

Er ist jedoch immer noch Mitglied des Komitees, das die SSR angreift.

Adrian Moser/Tamedia AG

Aus diesem Widerspruch kommt sie nicht so einfach heraus, weil das Bundeskanzleramt keine Rücktrittsmöglichkeit der Mitglieder der Initiativausschüsse bietet.

20min/Ella Celik

Das ist es, worum es geht

  • Ab dem 1. Januar 2023 leitet Albert Rösti das UVEK, das ebenfalls dem SRG-Akt unterstellt ist.

  • Gleichzeitig ist Rösti auch Mitglied im Initiativkomitee «200 Franken reichen!», das die Mittel für die SRG deutlich kürzen will.

  • Derzeit ist es nicht möglich, die Kommission zu verlassen.

Seit dem 1. Januar 2023 ist Albert Rösti Bundesrat und leitet das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Daher unterliegt auch die SRG-Datei der SVP-Richtlinie. Der Großteil der über die Serafe AG ​​vereinnahmten Provisionseinnahmen geht jedes Jahr an die SRG. 2019 waren es 1,2 Milliarden Franken.

Als neuer Leiter des UVEK sieht sich Albert Rösti in einer widersprüchlichen Doppelrolle, wie CH Media schreibt. Denn er ist auch Mitglied des Initiativkomitees «200 Franken reichen!», das fordert, dass die unabhängigen Radio- und Fernsehkontingente von 335 Franken pro Haushalt und Jahr auf 200 Franken begrenzt werden. Bezüglich dieser Initiative warnte die SRG vor einem «Kahlschlag» im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Schweiz.

Albert Rösti hört auf, Kompromisse einzugehen

Das lässt sich leicht beheben, sollte man meinen. Doch der Austritt aus dem Komitee für Rösti ist nicht so einfach, denn sein Name steht auf dem Unterschriftenbogen der UDC und die Frist läuft bis Herbst 2023. Zudem können laut Bundeskanzleramt die gestarteten Volksinitiativen nicht mehr austreten das Initiativkomitee.

Aus dem 200-Franken-Komitee kann er zwar nicht austreten, aber Rösti will nicht mehr für die nötigen Stimmen werben. Die Bundeskanzlei schreibt: „Die neu gewählten Mitglieder des Bundesrates werden mit ihrem Amtsantritt Teil der Kollegialregierung, deren Entscheidungen sie gemeinsam vertreten. Bundesrat Rösti wird selbstverständlich nicht mehr im Initiativkomitee mitwirken.»

Sommaruga unterstützte die SRG

Die SP-Politikerin Sommaruga hat die SRG immer unterstützt, nun hoffen einige bürgerliche Politiker und private Medienvertreter, dass Rösti die Haltung von UVEK gegenüber der SRG deutlich ändern kann. Als Teil des Bundesrats müsste ich eine Empfehlung zur Ablehnung der 200-Franken-Initiative unterstützen, aber ein Gegenvorschlag des Bundesparlaments ist denkbar. Dies könnte beispielsweise eine geringfügige Reduzierung des Haushaltsanteils vorsehen.

Für Albert Rösti ist die Gletscherinitiative ähnlich wie die 200 Franken. Er wird künftig für die Klimapolitik zuständig sein. Rösti ist Co-Vorsitzender der Kommission für das Referendum, das die UDC zum Gegenvorschlag gegen die Gletscherinitiative annehmen will.

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