Alzheimer: Dieses Probiotikum kann die Symptome lindern

Das Probiotikum Akkermansia muciniphila scheint Alzheimer entgegenzuwirken

Zahlreiche Probiotika werden mit positiven Effekten auf die Darmflora und kognitive Funktionen beworben. Für das Probiotikum Akkermansia muciniphila hat ein chinesisches Forscherteam nun untersucht, inwieweit sich diese Wirkungen tatsächlich nachweisen lassen und ob das Probiotikum dabei helfen könnte, Alzheimer-Symptome zu lindern.

Der Zusammenhang zwischen dem Darmmikrobiom (Darmflora) und Erkrankungen des Gehirns wurde mittlerweile durch zahlreiche Studien belegt (siehe „Gut-Brain Axis: How Gut Bacteria Influence Brain and Behavior“). Zudem haben Forscher des Universitätsklinikums Tübingen bereits gezeigt, dass auch die Darmflora mit Alzheimer in Verbindung steht.

Beeinflussung des Darmmikrobioms als Therapie?

Dies legte nahe, dass die Beeinflussung des Darmmikrobioms ein möglicher Ansatz zur Behandlung von Alzheimer sein könnte. Allerdings blieb bisher offen, ob Probiotika hier sinnvoll sein können.

In der aktuellen Studie hat ein chinesisches Forscherteam nun die Wirkung der oralen Aufnahme von Akkermansia muciniphila bei Ratten untersucht, bei denen die Alzheimer-Krankheit durch eine Injektion von Aluminiumchlorid und D-Galactose (einem speziellen Einfachzucker) ausgelöst wurde.

Linderung kognitiver Beeinträchtigungen

Die Forscher werteten sowohl die Veränderung von Verhaltensmerkmalen als auch die für Alzheimer typischen krankhaften Veränderungen im Organismus der Tiere aus. Es wurde gezeigt, dass das Probiotikum kognitive Beeinträchtigungen bei Ratten und die Akkumulation von Beta-Amyloid 42 (Aβ42) im Gehirn reduziert.

Darüber hinaus verbesserten sich laut den Forschern die Blutfettwerte (Triglyceride, HDL-Cholesterin) und die Leberwerte (AST/ALT-Werte), und das Vorhandensein einiger kurzkettiger Fettsäuren (SCFA) nahm zu, die Neurotransmitter produzieren. Gleichzeitig hat das Auftreten einiger krankheitserregender Darmbakterien, die mit Entzündungen einhergehen, abgenommen.

Aktion gegen Alzheimer-Krankheiten

„Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass A. muciniphila eine remissive Wirkung auf Alzheimer-ähnliche Pathologien hat“, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Experimental Gerontology.

Die Wirkung kann durch die Beeinflussung der Darm-Hirn-Achse durch die veränderte Darmflora, aber auch durch die Beeinflussung des peripheren Kreislaufsystems verursacht werden.

Weitere Studien sind erforderlich

Inwieweit sich die Ergebnisse auch auf Menschen mit Alzheimer übertragen lassen, bleibt vorerst offen. Weitere Studien müssen nun klären, ob die Einnahme von Akkermansia muciniphila als Probiotikum die Alzheimer-Symptome beim Menschen lindern kann. (FP)

Autor und Informationsquelle

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Dieser Text entspricht den Anforderungen der medizinischen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien und aktuellen Studien und wurde von medizinischem Fachpersonal geprüft.

Quellen:

  • Xiaoya Hea, Caixia Yan, Shuyang Zhao, Yuxi Zhao, Ruijie Huang, Yan Li. .wie

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und sollte nicht zur Selbstdiagnose oder Behandlung verwendet werden. Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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