Aktualisiert am 15. November 2022, 13:01 Uhr
Appenzell Ausserrhoden: Wenn Sie so etwas finden, müssen Sie es melden
Im September wurde erstmals ein bronzezeitlicher Fund im Innern von Ausserrhoden gemacht. Anstelle von Gold fand ein Goldwäscher eine kleine Pfeilspitze aus Metall, die nachweislich aus der Bronzezeit stammt.
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Die gefundene Pfeilspitze ist recht klein, wie der Vergleich mit dem Schlüssel zeigt.
Staatsarchiv Appenzell Ausserrhoden
Das ist es, worum es geht
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Gold gesucht – bronzezeitliche Pfeilspitze gefunden.
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So war der Tag eines Goldschmieds im September.
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Es ist der erste Fund der Spätbronzezeit im Kanton Ausserrhoden.
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Entsprechend groß ist die Freude.
Ende September wurde dem Archäologischen Archiv in Herisau, das zum Staatsarchiv Appenzell Ausserrhoden gehört, der Fund einer Pfeilspitze aus Metall gemeldet. “Ein Goldproduzent hatte es in einem Fluss im Landesinneren gefunden”, teilte der Kanton am Dienstagmorgen mit. Nach Übergabe an das Staatsarchiv und anschliessender wissenschaftlicher Abklärung beim Archäologieamt Thurgau bestätigte sich ein Anfangsverdacht, dass es sich bei dem kleinen Geschoss um einen Fund aus der Bronzezeit handeln könnte.
Die Pfeilspitze wurde nicht nur in die Spätbronzezeit datiert, sondern auch genau vermessen und maßstabsgetreu gezeichnet. «Das vorchristliche Projektil, das den ersten bronzezeitlichen Fund in Appenzell Ausserrhoden markiert und rund 3000 Jahre alt ist, wird heute im Landesarchiv fachgerecht aufbewahrt und kann auf Anfrage bewundert werden», heisst es weiter in der Mitteilung. Es ist unwahrscheinlich, dass weitere Überreste des verwendeten Pfeils oder Bogens gefunden werden, da Metallspitzen normalerweise alles sind, was von der bronzezeitlichen „Pfeil und Bogen“-Waffe übrig geblieben ist.
wir freuen uns auf weitere entdeckungen
Renate Bieg vom Archäologischen Archivamt freut sich über den Fund. “Es ist schön zu wissen, dass jemand in der Bronzezeit auf das Gebiet des Kantons gezogen ist.” Das war vorher nicht klar. Funde aus dieser Zeit sind im Thurgau und im Kanton St. Gallen bekannt. Es wurde nun bestätigt, dass mindestens eine Person vor etwa 3000 Jahren durch das Gebiet gereist ist. «Die Pfeilspitze wurde im Unterlauf des Urnäsch gefunden», sagt Bieg. Über weitere Erkenntnisse wird sich das Standesamt freuen. „So wird es immer spannender“, sagt Bieg. Der Fund war überraschend, da bisher keine Funde aus dieser Zeit bekannt waren. Auch aus der Römerzeit gibt es keine Funde. Aber aus dem „Zeitalter der Saurier“: Im Museum für Naturkunde in St. In Gallen kann man einen Nashornschädel aus der Region Bühler AR bewundern. Es ist etwa 25 Millionen Jahre alt.
Funde sind zu melden
Jeder, der ähnliche Objekte findet, die einen wissenschaftlichen Wert haben könnten, ist verpflichtet, seine Funde dem Archäologischen Archivamt vorzulegen. Dies zur Klärung der Kantonsgeschichte: Je mehr Funde es gibt, desto mehr offene Fragen zur Archäologie der Region können geklärt werden.
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