Atomkraft: Grünen-Politiker Jürgen Trittin kritisiert seine eigene Partei

Deutschlands Kernenergie

Grünen-Politiker Trittin kritisiert seine eigene Partei für Kompromisse

Stand: 09:49 | Lesezeit: 2 Minuten

„Tabubruch für die Grünen, auch wenn behauptet wird, dem sei nicht so“

In der Debatte um die Verlängerung der Laufzeiten der drei verbleibenden Atomkraftwerke gibt es einen Bruch in der Ampelkoalition. Nun scheinen sich einige Grüne gedanklich darauf vorzubereiten, einer längeren Laufzeit zuzustimmen. WELT-Chefredakteurin Jennifer Wilton spricht von einem „Tabubruch“.

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In der Atomenergie-Debatte zeigen sich die Grünen offenbar kompromissbereit: Ex-Umweltminister Jürgen Trittin hat seine Partei dafür kritisiert. Auch die Äußerungen des Leiters des TÜV Süd zum Weiterbetrieb bestimmter Atomkraftwerke verstehe er nicht.

Der Grünen-Politiker, langjährige Fraktionsvorsitzende und ehemalige Umweltminister Jürgen Trittin hat die Haltung der Münchner Grünen zum „Langzeitbetrieb“ des Atomkraftwerks Isar II scharf kritisiert. „Was sie dazu bewogen hat, das müssen sie fragen. Ich kann Ihnen sagen, dass ich Ihnen auch dann, wenn ein Gutachten zu einem bayerischen Eigenproblem käme, dazu raten würde, dieses bayerische Problem in Bayern zu lösen.“ Ich weiß, dass dort Stabilität des Netzes Sparen bedeutet“, sagte er im Gespräch mit dem „Spiegel“. Diese Äußerungen hätten zu Beginn des niedersächsischen Landtagswahlkampfs zu “ärgerlichem Kopfkratzen” geführt, sagte Trittin.

Den Ausführungen von Trittin war eine Debatte darüber vorausgegangen, ob das Kraftwerk Isar II über das Jahresende hinaus betrieben werden kann. Die Grünen-Abgeordnete und Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckart hatte sich beispielsweise für eine Streckoperation ausgesprochen, wenn Krankenhausversorgung gefährdet ist. Trittin glaubt jedoch nicht an diese Überlegungen.

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Er kritisierte die Aussagen seines Parteikollegen scharf: Ein Familien- und Sozialpolitiker müsse wissen, dass es in München in allen Krankenhäusern und großen Kliniken Notstromaggregate für plötzliche Stromausfälle gebe.

Zu den Aussagen des Leiters der Prüfgesellschaft TÜV-Süd, Joachim Bühler, wonach die Kernkraftwerke Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen weiter betrieben werden könnten, sagte Trittin, selbst die Betreiber hätten nicht behauptet, dass diese drei Anlagen dem entsprechen aktueller Stand der Technik. „Sie sehen die Erfahrung des TÜV-Süd in Brasilien, als er einen Damm für sicher erklärte, der dann einstürzte. 270 Menschen starben“, sagte Trittin dem Spiegel.

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