Autos: Dieses neue Verkehrszeichen wird Fahrgemeinschaften glücklich machen

Veröffentlicht am 22. November 2022, 08:41 Uhr

Autos: Dieses neue Verkehrszeichen wird Fahrgemeinschaften glücklich machen

Mehrere Kantone testen bereits Schilder, die bestimmte Fahrspuren für Fahrgemeinschaften sperren. Das Schild, das ab Januar 2023 offiziell eingeführt wird, ist laut Astra vor allem für Städte geeignet.

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Nur für Autos mit mindestens zwei Passagieren: Diese Ampeln könnten ab 2023 verwendet werden.

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In den Kantonen Tessin und Genf werden die Schilder bereits getestet.

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Die Signale sollen unter anderem Staus reduzieren.

20min/Matthias Spicher

Das ist es, worum es geht

  • In der Schweiz soll eine neue Ampel eingeführt werden.

  • Es dient dazu, bestimmte Fahrspuren für Fahrgemeinschaften zu reservieren.

  • In Genf wird der Einsatz des Schildes bereits getestet, andere Kantone reagieren jedoch zurückhaltend.

Ab dem 1. Januar wird auf den Schweizer Strassen eine neue Beschilderung eingeführt. Es muss die Fahrspuren anzeigen, auf denen eine Mindestbelegung für Personenkraftwagen gilt. Parkplätze müssen ebenfalls mit dem Carsharing-Schild reserviert werden. Damit will der Bund der geringen Auslastung der Schweizer Autos entgegenwirken, die vor allem beim Pendeln zu einer Zunahme von Staus führt. Das Schild kann darauf hinweisen, dass die Fahrspur für Autos mit einer Mindestbelegung von zwei (2+) oder drei (3+) oder vier (4+) Personen bestimmt ist.

In Genf und im Tessin wurden die Schilder bereits im Rahmen von Pilotprojekten an Grenzübergängen eingesetzt, berichtet CH Media. Der Kanton Genf plant sogar, das Signal auf Autobahnen einzusetzen, etwa auf den dreispurigen Abschnitten zwischen Vengeron und Nyon sowie zwischen Bardonnex und Perly. Durch die Nutzung dieser Fahrspuren könnte die Fahrgemeinschaft in Zukunft Zeit sparen, indem sie einen Stau umgeht, der sich auf den anderen Fahrspuren bildet. Dies wiederum schafft einen Anreiz für mehr Menschen, sich an Fahrgemeinschaften zu beteiligen.

“Keine Fahrspuren in der Schweiz verfügbar”

Allerdings reagiert das Bundesamt für Strassen (Astra) kritisch auf die Genfer Idee, Autobahnspuren für Carsharing zu sperren. „Wir haben in der Schweiz keine bestehenden Fahrspuren. Daher muss es das Ziel sein, den verfügbaren Platz bestmöglich zu nutzen“, sagte Sprecher Thomas Rohrbach gegenüber CH Media. Durch die gesperrte Fahrspur könnten noch mehr Staus auf den anderen Fahrspuren entstehen. Zudem würde die neue Regelung zu einer Zunahme führen bei Spurwechseln, die mehr “Störpotential” verursachen würden.

Stattdessen solle das Zeichen stärker in Städten zum Einsatz kommen: „Bei diesem Schritt ging es vor allem darum, Städten ein Instrument zu geben, um Carsharing zu priorisieren, etwa indem sie Busspuren oder Fahrverbotszonen befahren dürfen.“ Allerdings ist der Einsatz von Schildern an vielen Ecken nicht vorgesehen. Der Zeitgewinn ist zu gering, die Steuerung zu schwierig und der öffentliche Verkehr dadurch langsamer. Es bleibt abzuwarten, welche Kantone das Zeichen ab dem nächsten Jahr in welchem ​​Umfang verwenden werden.

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