Avus wieder für den Verkehr geöffnet

Der Waldbrand in Grunewald – Avus wieder für den Verkehr freigegeben

dpa / Britta Pedersen

Video: rbb24 | 10.08.2022 | Karsten Blumenthal Bild: dpa/Britta Pedersen

Knapp eine Woche nach Ausbruch des Feuers an der Explosionsstelle Grunewald war die Avus nicht mehr gesperrt. Allerdings mussten erst die Absperrungen entfernt werden, bevor der Verkehr wieder fließen konnte.

Nach rund einer Woche wurde die Avus Autobahn nahe dem Berliner Stadtteil Walbrand bis Grunewald wieder für den Verkehr freigegeben. Wie die Feuerwehr am Mittwoch auf Twitter mitteilte, wurde ab 18 Uhr mit dem Abbau der Absperrungen begonnen.

Laut Verkehrsinformationszentrum Berlin ist die Avus derzeit zwischen dem Autobahndreieck Funkturm und der Anschlussstelle Zehlendorf in beiden Richtungen frei befahrbar. Auch zwischen Spanischer Allee und Wilhelmstadt kann die Havelchaussee wieder genutzt werden. Die Ein- und Ausfahrt zum Hüttenweg bleibt hingegen gesperrt, ebenso der Kronprinzessinnenweg.

Die Zu- und Ausfahrt vom Hüttenweg bleibt gesperrt

Die Autobahn A115 (Avus) ist etwa 500 Meter vom Ort der Explosion entfernt. Vor der Eröffnung musste sichergestellt werden, dass von der auf dem Gelände gelagerten Munition und pyrotechnischen Gegenständen keine Gefahr mehr ausgeht.

Am Mittwoch betraten erstmals auch Spezialkräfte der Polizei die Sprengstelle. Mitarbeiter des polizeilichen Feuerwerks- und Waffenbeseitigungsdienstes hätten den Standort untersucht, um den Schaden zu begutachten, sagte ein Feuerwehrsprecher dem rbb.

Außerdem wurde eine Wasserversorgung installiert, um den Platz weiter zu kühlen. Unkontrolliert explodierende Munition aufgrund von Hitze kann derzeit ausgeschlossen werden.

Mehr Waldfläche stark mit Munition kontaminiert

Zwei Hubschrauber der Bundespolizei waren nach Angaben eines Feuerwehrsprechers am Dienstagabend noch stundenlang im Einsatz. Hubschrauber flogen ab 17 Uhr „grundsätzlich alle fünf Minuten“, um Wasser aus der nahe gelegenen Havel zu holen und auf der Explosionsstelle abzusetzen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein dritter Hubschrauber begleitete den Einsatz, der bis etwa acht Uhr abends dauerte. Laut rbb info sollen sie am Mittwoch ebenfalls wieder im Einsatz sein.

Die Einsatzkräfte versprachen sich viel von der Aktion: „Wir erwarten eine große Wirkung“, sagte der Feuerwehrsprecher. Entgegen einer ersten Einschätzung wurde auch das Waldgebiet südlich der Sprengstelle als stark kontaminiert durch durch die Explosionen geschleuderte Munition festgestellt. “Aber die Brandbekämpfung aus der Luft ist jetzt möglich.”

Der Boden ist noch nicht kühl genug

Am Ort der Explosion, wo die Polizei 30 Tonnen alte Granaten, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper lagerte, brach am Donnerstagabend ein heftiges Feuer aus. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Am Dienstagabend waren noch zahlreiche Explosionen zu hören.

Wegen der Gefahr durch verstreute Munition und alte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg konnten Feuerwehrleute Hot Spots am Boden und verbleibende Sprengkörper bisher nur mit einem Löschfahrzeug und Roboterlöschung kühlen

Feuerwehrleute löschten am Dienstag tagsüber die Brände vom Rand der 550 Meter langen Sperrzone. Der Boden war bereits merklich kühler als am Montagmorgen, als die Temperaturen noch 140 Grad betrugen. Aber einige Stellen sind noch sehr warm, sagte er. Wenn die Temperaturen dauerhaft unter 60 Grad bleiben, sei es möglich, den Sperrkreis zu reduzieren, sagte der Sprecher. Die Freigabe der Straße ist dann möglich.

Ausstrahlung: rbb24, 10. August 2022, 13:00 Uhr

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