Veröffentlicht24. Januar 2023, 20:40 Uhr
Berlin: Deutschland liefert eine Kompanie Leopard-2-Panzer an die Ukraine
Nun scheint die Bundesregierung bereit zu sein, deutsche Leopard-Panzer in die Ukraine zu liefern, wie mehrere deutsche Medien übereinstimmend berichten.
Aus diesem Grund will die Ukraine unbedingt den Panzer Leopard 2.
Das ist es, worum es geht
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Deutschland stand wochenlang wegen ausbleibender Panzerlieferungen in die Ukraine unter Druck.
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Nun liefert die Scholz-Regierung immer noch Kampfpanzer in die Ukraine.
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Die USA schicken auch eine “signifikante Anzahl” von Abrams-Panzern.
Der Sender ntv berief sich auf Informationen aus Regierungskreisen, der „Spiegel“ auf nicht näher bezeichnete eigene Informationen. Auf Anfrage gab es dazu zunächst keine offizielle Bestätigung. Laut “Spiegel” bedeutet dies auch, dass die Bundesregierung Lieferungen von Leoparden aus anderen Ländern genehmigt hat.
Deutsche Panzer sollen laut “Spiegel” zunächst aus Beständen der Bundeswehr stammen. Mittel- bis langfristig könnten weitere industrielle Kampfpanzer hinzukommen, die aber zunächst vorbereitet werden müssten. Eine Kompanie besteht in der Regel aus 14 Panzern. Dem „Spiegel“ wurde zudem mitgeteilt, dass neben Polen auch die skandinavischen Länder Leopard-Panzer an die Ukraine liefern wollten. Auch die Niederlande könnten lieferbereit sein, sagte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
Auch die USA liefern Panzer an die Ukraine
In den USA hatte zuvor das Wall Street Journal berichtet, die US-Regierung könne ihrerseits auf Vorbehalte gegen die Lieferung von US-Panzern vom Typ Abrams verzichten. US-Präsident Joe Biden neige nun dazu, eine „erhebliche Anzahl“ von Abrams-Panzern an die Ukraine zu liefern, sagte er.
Ein deutscher Regierungssprecher hatte bereits am Mittag schnelle Entscheidungen über die von der Ukraine dringend angeforderten Lieferungen angekündigt. Zunächst ging es jedoch vor allem um die Zustimmung Deutschlands zu einem polnischen Antrag auf Übergabe von Leopard-Panzern aus deutscher Produktion.
Nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Berlin sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zur Leopard-Frage: „Ich hoffe auf eine baldige Entscheidung.“ Sie habe Partnerländer, die bereits über Kampfpanzer dieses Typs verfügten, „ausdrücklich ermutigt“, mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten zu beginnen.
Der Druck auf Deutschland nahm stetig zu
In den vergangenen Tagen ist der Druck auf die Regierung weiter gewachsen, sowohl von der Außenpolitik als auch von Seiten der Ampelkoalition. Zum einen mussten Lieferungen von Leoparden aus Drittstaaten in die Ukraine von Deutschland genehmigt werden, da die Panzer in Deutschland hergestellt wurden. Andererseits stellte sich die Frage, ob auch Deutschland kapitulieren würde.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich lange gegen die Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine gewehrt. Neben grundsätzlichen Vorbehalten nannte er ein koordiniertes Vorgehen der Verbündeten als Voraussetzung. Auch die Nachfrage nach Panzerlieferungen aus den USA wurde besprochen, eine Bedingung, die nun erfüllt werden könne.
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(dpa/cast)