Veröffentlicht am 3. November 2022, 12:41 Uhr
Berlin: Klimablockade Behindertenretter – Ein Radfahrer (44) stirbt im Krankenhaus
In Berlin ist am Montagmorgen ein Radfahrer von einem Betonmischer erfasst und schwer verletzt worden. Nun ist er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.
1/4
Die Radfahrerin, die am Montag in Berlin von einem Betonmischer erfasst wurde, erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. (Symbolfoto)
IMAGO/russischer Look
Aufgrund einer Straßenblockade durch Klimaaktivisten kam ein Einsatzfahrzeug nicht in angemessener Zeit am Unfallort an.
Reuters
Inzwischen hat die Berliner Polizei Anzeige gegen zwei Personen erstattet.
Reuters
-
Ein Radfahrer wurde am Montag von einem Zementwerk in Berlin angefahren.
-
Eine Blockade von Klimaaktivisten behinderte Retter.
-
Jetzt starb die Frau im Krankenhaus.
Am Montag überrollte ein Betonmischer einen Radfahrer in Berlin. Ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr traf mit Verspätung am Unfallort ein, weil es wegen Blockaden von Klimaaktivisten längere Zeit im Stau gestanden hatte. Die Frau ist nun im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Die Berliner Polizei hatte bereits am Mittwoch Anzeige gegen zwei der Klimaaktivisten wegen Behinderung der Rettungsmaßnahmen erstattet.
Die Retter mussten improvisieren
Laut Feuerwehrsprecher Rolf Erbe stand das sogenannte Rüstfahrzeug, mit dem beispielsweise schwere Lasten gehoben werden können, „erheblich lange im Stau“, was die Bergung verzögerte. Am Ende hätten die Retter an der Absturzstelle improvisieren müssen.
Am Montag sagte ein Sprecher der Berliner Polizeigewerkschaft nach dem Vorfall: „Spätestens jetzt sollte man sich vom Märchen vom harmlosen Protest verabschieden. Wer Verkehrswege blockiert, riskiert den Heimatschutz und nimmt wissentlich in Kauf, dass Menschen in Not geraten sind.“ länger auf Hilfe warten.”
In der Schweiz gibt es eine dreijährige Haftstrafe
In der Schweiz, wo auch regelmässig Strassen von Klimaaktivisten blockiert werden, ist ein so tragischer Fall wie in Deutschland glücklicherweise noch nicht vorgekommen. Auch hier sollten sich die Verantwortlichen der rechtlichen Konsequenzen bewusst sein. Beispielsweise kann die Unterlassung einer Nothilfe oder die Behinderung einer Amtshandlung mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr
Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News mehr zum aktuellen Weltgeschehen. Holen Sie sich jeden Tag das Wichtigste kurz und prägnant direkt in Ihr Postfach.
(Haut)