Bern: Epileptiker sucht nach Krampfanfall Hilfe: “Ich möchte mich bedanken”

Veröffentlicht am 28. Oktober 2022, 17:07 Uhr

Bern: Epileptiker sucht nach Krampfanfall Hilfe: “Ich möchte mich bedanken”

Während eines epileptischen Anfalls kümmerte sich eine Passantin um den Sohn und die Nichte von MF*. Suchen Sie nun nach dem Passanten, um sich zu bedanken.

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F. war am Hauptbahnhof in Bern, als er einen epileptischen Anfall hatte.

Tamedia AG/Franziska Rothenbühler

Währenddessen kümmerte sich ein Passant um den Sohn und die Nichte von F.

Daniel Fuchs

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung. Rund 80’000 Menschen in der Schweiz leiden an Epilepsie.

Pixabay.com

  • MF erlitt am Hauptbahnhof in Bern einen epileptischen Anfall.

  • Jetzt sucht er die Frau, die sich um seinen vierjährigen Sohn und seine achtjährige Nichte gekümmert hat.

  • F. erinnert sich nur, wie er später im Inselspital aufgewacht ist.

Obwohl bei MF (36) vor drei Jahren Epilepsie diagnostiziert wurde, hatte sie noch nie einen Anfall in der Öffentlichkeit. Noch unerwarteter war es für sie, als sie vor einer Woche am Hauptbahnhof in Bern ihren ersten Anfall erlitt. „Das war das erste Mal in der Öffentlichkeit und auch der längste Anfall, den ich bisher hatte“, sagte F. Sie war nach einem Museumsbesuch mit ihrem Sohn (4) und ihrer Nichte (8) auf dem Heimweg. Während sie auf einer Bank neben dem Bahnsteig saßen, hatte er die Attacke. F. erinnert sich nur noch an das Aufwachen im Inselspital.

F. die Angaben zum Erstbeklagten gemacht wurden. Dann konnte sie ihn finden und ihm danken. Sie erklärte ihm jedoch, dass sich eine Frau um ihren Sohn und ihre Nichte gekümmert habe. „Es ist mir sehr wichtig, diese Person zu finden und mich bei ihr zu bedanken“, erklärt F. Er sei etwa zwei Stunden unterwegs gewesen und den Kindern könne etwas passiert sein. „Mein Sohn ist leider daran gewöhnt, aber die Tochter meines Bruders war sehr verärgert über die Situation“, fügte er hinzu. Die Frau kümmerte sich um die Kinder und unterstützte sie auch seelisch. „Es ist nicht offensichtlich, dass jemand bei den Kindern bleibt. Ich weiß nicht, was ohne sie passiert wäre.”

Erste Hilfe bei epileptischen Anfällen

Der Geschäftsführer der Schweizerischen Epilepsie-Liga, Dr. Julia Franke erklärt, wie man bei einem epileptischen Anfall Erste Hilfe leistet: „Das Wichtigste ist, den Betroffenen vor Verletzungen zu schützen und ihn nicht allein zu lassen“, sagt sie. Besonders der Kopf sollte auf etwas Weiches gelegt werden, da er oft hart aufschlägt. Oft wird davon ausgegangen, dass etwas in den Mund genommen werden muss.

Frank besteht darauf, dass das nicht stimmt. „Sie sollten auch nicht versuchen, Ihre Arme und Beine zu halten, um die Bewegung einzuschränken. Es ist nutzlos“, fügt er hinzu. Nur bei Verletzungen oder Krämpfen, die länger als drei Minuten andauern, sollte ein Krankenwagen gerufen werden.

Bei dem Vorfall biss sich F. seitlich auf die Zunge und erlitt beim Sturz einen Schlag auf den Kopf. Sie ist dankbar, dass nichts anderes passiert ist. Da die Kinder nicht abgeholt werden konnten, verließ er das Krankenhaus vorzeitig. Ihr geht es besser und auch die Nichte verarbeitet den Vorfall nach einem Gespräch mit ihrem Vater. Trotzdem denkt F. noch immer an den Vorfall und ist gerührt von der Hilfsbereitschaft der Passantin. Sie sagte: “Ich möchte der Frau danken und die Kinder wollen ihr auch etwas geben.”

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