Gepostet am 17. Juni 2022, 16:01 Uhr
Mehrere 20-Minuten-Leser berichteten von Klangknallen über Luzern und Zug. Zwei F/A-18 Kampfjets mussten eine Schweizer Passagiermaschine aus Pristina begleiten. Der Pilot übermittelte eine Bombendrohung.
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Am Donnerstagabend wurde eine Schweizer Passagiermaschine von zwei F/A-18-Kampfflugzeugen patrouilliert. (Bild: Kampfjets eskortieren ein Schweizer Flugzeug im Januar 2016.)
Sandro Späth / Tamedia AG
Als sich innerhalb von 20 Minuten die Schweizer Flugsicherung «Skyguide» meldete, wurde der Pilot der betroffenen Schweizer Maschine über eine mögliche Bombe informiert und meldete anschliessend die Flugsicherung (Bild: Kampfjets begleiten eine Schweizer Maschine im Januar 2016).
Sandro Späth / Tamedia AG
Daniel Reist, Sprecher der Schweizer Armeemedien, bestätigt den Einsatz. „Wir wurden von der zivilen Flugsicherung über die Bombendrohung informiert und sind mit den beiden F/A-18 so schnell wie möglich abgereist.“
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Bombe an Bord? – Am Donnerstagabend nach 19 Uhr meldeten mehrere 20-Minuten-Leser zwei laute Knaller in den Kantonen Luzern und Zug. Der Grund: Zwei F/A-18 patrouillierten in einer Schweizer Passagiermaschine zum Flughafen Kloten.
Wie die Schweizer Flugsicherung „Skyguide“ innerhalb von 20 Minuten meldete, wurde der Pilot der betroffenen Schweizer Maschine über eine mögliche Bombe informiert und daraufhin der Flugsicherung gemeldet. Deshalb forderte “Skyguide” sofort Luftunterstützung an. „Bei einer Bombendrohung ist es üblich, die Luftwaffe zu warnen, das betroffene Flugzeug abzufangen“, sagte Vladi Barrosa, ein Sprecher von Skyguide.
“F / A-18-Flugzeuge so schnell wie möglich bewegt”
Daniel Reist, Sprecher der Schweizer Armeemedien, bestätigt den Einsatz. „Wir wurden von der zivilen Flugsicherung über die Bombendrohung informiert und sind mit den beiden F/A-18 so schnell wie möglich abgereist.“ Ziel ist es, die Flugbahn der Swiss-Maschine zu kontrollieren und sicher zu landen.
Wenn in dieser Situation eine Bombe in einem Passagierflugzeug explodiert, bestehe die Gefahr, dass die Kampfjets beschädigt oder zerstört würden, sagt Reist. “Man muss bereit sein, dieses Risiko einzugehen, um einen schweren Unfall zu vermeiden.”
Die Drohung richtete sich nie gegen die Schweiz
Laut Klotens Sprecher konnte die Swiss-Maschine normal auf dem Flughafen Zürich landen und wurde auf eine externe Stütze gestellt. Passagiere und Besatzung konnten das Flugzeug sicher verlassen.
Laut dem Kosovo-Portal «Koha» stellte sich die Bombendrohung als Fehlalarm heraus und richtete sich gemäss Ermittlungen der Zürcher Kantonspolizei nie gegen die Schweiz oder die Schweiz, sondern gegen den Flughafen Pristina. Laut Swiss-Sprecher Michael Stief wurden keine konkreten Drohungen gegen die Schweizer ausgesprochen.