„Es war ein Thriller“
Baume-Schneider und Herzog auf dem SP-Ticket
Die SP hat die beiden Kandidaten für Sommarugas Nachfolge bestimmt: Eva Herzog und Elisabeth Baume-Schneider kommen auf das Bundesrats-Ticket. Evi Allemann ist außer Konkurrenz. Blick berichtete live von der Pressekonferenz in Bern.
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Eva Herzog, Elisabeth Baume-Schneider und Evi Allemann: Sie wollten Bundesrätin der SP werden. Aber nur Herzog und Baume-Schneider bekamen das One-Way-Ticket.
Aline Leutwiler und Lea Hartmann
Entscheidungstag in der SP! Als Kandidatinnen für den Bundesrat schlägt die Partei Eva Herzog (60) und Élisabeth Baume-Schneider (58) vor. Evi Allemann (44) ist außer Konkurrenz. «Das war ein echter Krimi», sagte SP-Nationalrat Roger Nordmann (49) an der Medienkonferenz anschliessend in Bern.
Das SP-Zwei-Ticket steht fest: Eva Herzog ist Rennfavoritin (01:28)
In Wirklichkeit wurde die Wahl nur als Waffel entschieden. Die 46 anwesenden Mitglieder konnten für zwei Kandidaten stimmen. In der ersten Runde führte Baume-Schneider von Jurasse mit 26 Stimmen, dicht gefolgt von Allemann und Herzog. Bei der zweiten Abstimmung setzte sich Allemann knapp vor Herzog durch. Baume-Schneider fiel auf 22 Stimmen. In der dritten und alles entscheidenden Abstimmung gewann Eva Herzog aus Basel mit 24 Stimmen, Baume-Schneider erhielt erneut 23 Stimmen und Allemann verlor die Wahl mit 13 Stimmen. „Allemanns verlorene Stimmen sind darauf zurückzuführen, dass viele nur einen Namen geschrieben haben“, erklärt Nordmann.
“Mit drei Bundesräten aus der Westschweiz würde die Schweiz nicht verlieren.” Roger Nordmann, Vorsitzender der SP-Fraktion.
Baume-Schneider wurde wohl vor allem von seinen französischen Kollegen unterstützt. Und die, die Eva Herzog und Evi Allemann rechts politisieren. Bei einer Wahl von Baume-Schneider gäbe es zum zweiten Mal in der Geschichte eine Latino-Mehrheit im Bundesrat. Für die SP ist das kein Problem. «Mit drei Bundesräten aus der Westschweiz würde die Schweiz nicht verlieren», sagte Nordmann. Die Verfassung sieht keine mathematische Darstellung der Bevölkerung vor. Die Co-Präsidentin der SP, Mattea Meyer (35), betont noch einmal, dass es unabdingbar sei, dass die Partei eine Frau wähle. Zudem hat der Kanton Jura nie einen Bundesrat gestellt.
Die Nominierung durch die Fraktion auf der Karte war die entscheidende Hürde vor der Wahl. Denn National- und Landesräte sollten an den Vorschlägen der SP-Landtagsfraktion festhalten und sich nicht für einen wilden Kandidaten entscheiden. Eva Herzog ist derzeit die klare Favoritin. Was sie als Bundesrätin besser qualifizieren würde als Baume-Schneider, sagt sie allerdings nicht. Die Bundesversammlung muss es am 7. Dezember selbst entscheiden. In den kommenden Tagen finden Anhörungen mit den anderen Parteien statt, um die Kandidaten zu bewerten.
Sommarugas Nachfolger wurde gesucht
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