Aktualisiert am 4. November 2022, 13:13 Uhr
Spanien: Chinas Rakete stürzt unkontrolliert ab und verursacht Flugchaos
Die Überreste einer chinesischen Rakete haben am Freitagmorgen den spanischen Flugverkehr gestört. Medienberichten zufolge ist das Stück nun abgestürzt.
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Die europäischen Weltraumüberwachungs- und Verfolgungszentren (EUSST) haben den Weg von Chinas Rakete verfolgt.
EUST
Weltraumschrott einer chinesischen Rakete vom Typ „Long March 5B“ hat am Freitagmorgen für Flugchaos gesorgt. (Symbolfoto)
Bilder von Bildern/VCG
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hatte vor der Rakete gewarnt.
imago images/Steinach
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Mehrere Lufträume in Spanien mussten am Freitagmorgen gesperrt werden.
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Grund dafür war, dass die Europäische Agentur für Flugsicherheit davor gewarnt hatte, dass ein Teil einer mehrere Tonnen schweren chinesischen Rakete abstürzen könnte.
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Große Teile chinesischer Raketen sind in der Vergangenheit wieder in die Erdatmosphäre eingetreten. Dies hatte international Kritik hervorgerufen.
Der Luftraum über Teilen Spaniens war am Freitagmorgen nach dem Absturz des Wracks einer chinesischen Weltraumrakete vorübergehend gesperrt worden.
Betroffen waren die Flughäfen von Barcelona, Tarragona und Ibiza, wie spanische Medien unter Berufung auf den Zivilschutz berichteten. Die Maßnahme endete nach etwa 40 Minuten kurz nach zehn Uhr morgens, wie der Zivilschutz auf Twitter mitteilte.
Allerdings könne es den ganzen Tag über noch zu erheblichen Verzögerungen im Flugverkehr kommen, schrieb die Zeitung „El País“. Der gesamte Flugverkehr an den genannten Flughäfen sei vorübergehend eingestellt worden. Die Rakete sei über dem Südpazifik abgestürzt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf das US-Militär. Gegen 11:00 Uhr PDT erlebten die Bewohner den Blitz des Wiedereintritts der Rakete über Melbourne, Australien. Eine Minute später trat die Rakete nach Angaben des US-Militärraumkommandos in die Atmosphäre des Südpazifiks ein.
Grund für die Sperrung des Luftraums war eine Warnung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), dass ein zwischen 17 und 23 Tonnen schweres Teil einer chinesischen Rakete „Long March 5B“ auf die betroffenen Gebiete Spaniens fallen könnte.
Obwohl die Raketenstufe beim Eintritt in die Erdatmosphäre teilweise verglüht, können größere Trümmerteile dennoch eine Gefahr darstellen. Der Weltraumschrott stammte von einer Rakete, mit der China am Montag das letzte Modul seiner derzeit im Bau befindlichen Raumstation Tiangong gestartet hatte.
NASA-Rezensionen
Der Wiedereintritt großer Teile chinesischer Raketen in die Erdatmosphäre hat wiederholt internationale Kritik hervorgerufen. Nach offiziellen Angaben aus Peking waren im Juli Teile von Raketen nahe den Philippinen ins Meer gestürzt. Auch wenn Experten die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen oder besiedelte Gebiete betroffen sind, als gering einschätzten, gab es seitens der NASA und Experten Kritik am chinesischen Vorgehen.
„Kein anderes Land lässt diese 20 Tonnen schweren Dinger im Orbit, um unkontrolliert wieder in die Erdatmosphäre einzutreten“, sagte der Astrophysiker Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics im Juli gegenüber CNN.
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(DPA/Glas)