Aktualisiert am 11. Dezember 2022, 20:03 Uhr
Chur GR: Praktikant klagt den Bündner Richter der Vergewaltigung an
Einem Richter in Chur wird vorgeworfen, einen Häftling vergewaltigt und sexuell missbraucht zu haben. Doch trotz der Beweise seiner DNA-Spuren bestreitet er alle Anschuldigungen.
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Einem Richter in Chur wird vorgeworfen, einen Häftling sexuell belästigt, genötigt und vergewaltigt zu haben. (Symbolfoto)
IMAGO/UJ Alexander
Das ist es, worum es geht
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Ein Richter in Chur soll eine Insassin sexuell belästigt, belästigt und vergewaltigt haben.
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Spuren seiner DNA wurden gefunden.
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Der Häftling erstattete Strafanzeige.
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Der Angeklagte und sein Anwalt bestreiten die Vorwürfe.
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Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft wird kritisiert.
Im Juli 2021 hat eine ausgebildete Juristin ein halbjähriges Praktikum am Gericht Graubünden in Chur GR begonnen. Er war damals 24 Jahre alt und arbeitete mit einem in der Justiz relativ bekannten Richter zusammen, dem nun Missbrauch vorgeworfen wird. Ab September arbeiteten die beiden gemeinsam an verschiedenen Fällen, als sich plötzlich das Verhalten des Richters zu ändern begann. Er gratulierte ihr und suchte Körperkontakt, wie die „Sonntagszeitung“ schreibt.
In einem internen Chat schrieb er, sie sei “gefährlich”, sehe “geil” aus oder: “Will di”. Einmal bat er den Praktikanten, sich auf seinen Schoß zu setzen, um an einem Fall zu arbeiten. Beide gingen wegen eines Eigentumsstreits in ein Haus in Ramosch GR. Dort betrat der Praktikant das Schlafzimmer. Laut Polizeibericht soll der Angeklagte gesagt haben: “Am liebsten würde ich dich aufs Bett werfen und zunähen.” Auf dem Rückweg zum Auto belästigte er den 24-Jährigen weiter.
«Die Richter des Kantons Graubünden sind unantastbar»
Der Angeklagte hatte sie nach eigenen Angaben im November auf die Wange geküsst. Einmal, nach einem langen Treffen, versuchte er, ihren Nacken zu massieren. Als er erneut versuchte, sie zu küssen, schubste ihn der Praktikant weg und sagte, dass sie einen Freund und er einen Partner habe. Der Angeklagte sagte ihr daraufhin, dass «die Richter des Kantons Graubünden unantastbar sind».
Im Dezember hatte die Praktikantin ihre letzte Arbeitswoche im Gerichtsgebäude. Eines Abends betrat er das Büro des angeklagten Richters, um einen Fall zu besprechen. Doch dazu hätte es gar nicht erst kommen dürfen. Was genau passiert ist, ist umstritten und wird derzeit untersucht. Laut dem Praktikanten hatte der Verdächtige sie vergewaltigt. Laut “Sonntagszeitung” konnten im Krankenhaus DNA-Spuren des Richters nachgewiesen und sichergestellt werden.
Anfang März dieses Jahres erstattete die Praktikantin über ihren Anwalt Strafanzeige wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Ausnutzung einer Notlage und sexueller Belästigung. Der Angeklagte bestreitet alles. Alles geschah im gegenseitigen Einvernehmen und basierte teilweise auf ihr.
Für den Richter gibt es keine Untersuchungshaft
Der Umgang der Staatsanwaltschaft mit dieser Tatsache wurde kritisiert. Weder die Server der Chatbörse noch das Handy des Verdächtigen waren gesichert. Außerdem wurde der Angeklagte nie festgenommen. Auch für die Bearbeitung sollten Sie sich Zeit nehmen.
Tanja Knodel, die Anwältin des Angeklagten, sagte der „Sonntagszeitung“, ihr Mandant bestreite rechtswidriges Verhalten. „Er hat von Anfang an intensiv mit den Ermittlungsbehörden zusammengearbeitet. Man hat Vertrauen in die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und hofft, dass sie bald seine Unschuld klären werden“, sagte Knodel.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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