Das Friedenskircherl für die Steiermark

In „9 Orte – 9 Schätze“ werden neun einzigartige, teils versteckte Orte aus den neun Bundesländern vorgestellt und anschließend der schönste Ort Österreichs gekürt. Während der großen Live-Show am 26. Oktober um 20.15 Uhr auf ORF 2 schlurfen die Länderpaare, bestehend aus je einem „Bundesland heute“-Moderator und einem Prominenten – für die Steiermark sind das in diesem Jahr Hans Knauss und Franz Neger. – die Werbetrommel für ihre Kandidaten, und am Ende kürt das Publikum den schönsten Platz Österreichs.

TV-Tipp:

„9 Orte – 9 Schätze“, am 26. Oktober um 20.15 Uhr auf ORF 2

Ein würdiger Vertreter der Steiermark

Letztes Jahr belegte das Handwerkerdorf Pichla den dritten Platz, im Vorjahr gewann die Steiermark mit der Strutzmühle sogar die gesamtösterreichische Suche nach dem schönsten Platz und heuer ging es mit dem Friedenskircherl wieder um einen würdigen Vertreter der Steiermark im Stoderzinken.

Eine Kapelle zwischen Berg und Himmel

Das Friedenskircherl im Stoderzinken hat Dichter berührt, Gläubige getröstet und Wanderern himmlische Erinnerungen beschert. Die Kapelle auf 1.898 Metern über dem Meeresspiegel wurde vor 120 Jahren mit dem Ziel errichtet, Menschen zusammenzubringen.

Schon von weitem ist das Läuten der Glocke zu hören: Es orientiert sich nicht an einer Uhr, sondern nur an denen, die mit dem feinen Klang ihren Aufstieg zum Friedenskircherl feiern wollen. „Die Glocke vom Turm geschlossen, vielleicht ist auch dein Wunsch erfüllt worden“, verrät eine kleine Tafel an einem Ort, an dem sich viele Menschen vollkommen glücklich fühlen.

Wo alle gleich sind

„Was soll ich schreiben auf diesen sonnendurchfluteten Bergen, ich kann nur in Andacht still und glücklich sein“, bemerkte Peter Rosegger, denn egal an wen oder was du glaubst, egal was du erhoffst – hier sind alle gleich. Jeder hat einen Weg, der zu diesem einzigartigen Ort führt: um die Aussicht zu genießen, mit anderen an der gedeckten Tafel neben der Kirche zu sitzen oder einen neugierigen Blick ins Innere zu werfen, das nur von außen zu bestaunen ist

Wenn der Weg zum Ziel wird

Auf der Stoderzinken Alpenstraße werden Sie überrascht sein: Die Aussichtspunkte von Gröbming und die umliegende Berglandschaft verführen zum Innehalten, regen zu einer Pause an. Da stehen Fahrräder und E-Bikes, Motorräder und Autos geparkt, die Füße still und die Augen beschäftigt: die Hohen Tauern, die Niederen Tauern, das Gesäuse, das Dachsteinplateau – es gibt viel zu sehen. So wird die Hochalpenstraße zum Ziel: für Sportbegeisterte zum Radrennen, für Oldtimer-Liebhaber zum Hill Trial, für Motorradclubs zum Ausflug oder für Familien im Auto… Ist der Berg-Gasthof Steinerhaus endlich erreicht , jeder kann weitermachen. zu Fuß: Bis zum Friedenskircherl sind es ca. 20 Minuten und bis zum Gipfelkreuz ca. 50 Minuten.

Fotoserie mit 20 Bildern

Auf den Spuren von Emil Ritter von Horstig

Der Name Emil Ritter von Horstig ist eng mit der Entwicklung des Stoderzinkens verbunden. 1845 als Sohn eines Bergbauunternehmers geboren, war es sein großer Wunsch, andere für seine Welt über den Wolken zu begeistern. Zu diesem Zweck ließ er auch ein Alpenhaus bauen, an dessen Überresten eine Gedenktafel angebracht wurde: Das Haus selbst fiel vor mehr als einem Jahrhundert einem Brand zum Opfer; ein kleiner Keller, der wie eine Höhle aus dem Felsen ragt, erinnert noch heute daran.

Das Friedenskircherl, das ebenfalls von Horstig erbaut wurde, bietet einen wunderschönen unverfälschten Ausblick – den wir nun fortsetzen werden: eingefasst von den grauen Felsen links und dem blauen Himmel und der grünen Landschaft rechts ein Wanderparadies und die Paragleiter offen.

ORF/Schöttl

Und plötzlich ist man da: Das 1902 erbaute Friedenskircherl auf dem Gröbminger Hausberg sieht aus wie ein in den Fels gehauener Adlerhorst. Tausende Gäste kommen Jahr für Jahr hierher, um genau diesen Ort in der Gemeinde Aich zu entdecken, diesen Schatz, den Emil Ritter von Horstig vor mehr als 120 Jahren ins Herz geschlossen hat: Er wollte Wind und Wetter auf 1.898 Metern Seehöhe. Meeresspiegel und alles, was Menschen trennt: ein Symbol der Einheit und des Respekts für alle Konfessionen zu schaffen.

“Eine Blume im Stoder”

Der Grundstein des Friedenskircherls, das auch seinem Erbauer eines Tages Frieden bringen sollte: „Hier irgendwo ruht die Asche von Emil Ritter von Horstig, der am 30. Oktober 1931 im Alter von 87 Jahren starb. Er wollte ‚ein Blumle am Stoder‘ werden“, verrät eine vom Alpenverein an einem Felsen angebrachte Tafel.

Pflicht des Herzens

Für den Erhalt des denkmalgeschützten und noch von keiner Religionsgemeinschaft eingeweihten Gotteshauses ist die Bergrettung Gröbming zuständig. 1993 wurde es vom damaligen Präsidenten Lambert Stiegler gekauft; Seitdem ist die Zeit am Stoderzinken nicht stehen geblieben: Die Dachziegel werden regelmäßig erneuert und die Geländer rund um die Kirche nach dem Winter auf Sicherheit geprüft.

Für die Mitglieder der Bergrettung ist es eine aufrichtige Pflicht, auf das Stoderkircherl zu achten, und so kann man an diesem Ort bis heute Kindheitserinnerungen sammeln, Küsse austauschen, neue Freundschaften schließen und unvergessliche Momente genießen, zu denen ein Label und zwischen Bergen und Himmel wurden Filme gewidmet.

„9 Orte – 9 Schätze“: Die Show

Ob das Friedenskircherl im Stoderzinken auch der schönste Ort Österreichs ist, entscheidet sich in der großen ORF-Hauptnachtshow „9 Orte – 9 Schätze“ am 26. Oktober um 20.15 Uhr auf ORF 2. Die Mitbewerber der andere Bundesländer hier.

“9 Orte – 9 Schätze”: Das Buch

Um die 27 besonderen Orte der neun Bundesländer besser kennenzulernen, darüber zu lesen, vielleicht auch als Reisetipp, erscheint jedes Jahr – und auch in diesem Jahr – ein grandioses Buch, das mit ansprechenden Fotos und interessanten Details begeistert und das wird auch mit Informationen für den Besucher ergänzt. Das Ergebnis ist eine einzigartige Reise zu Österreichs verborgenen Schätzen mit viel Hintergrundwissen, das Lust macht, das eigene Land neu zu entdecken.

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