Veröffentlicht am 8. Dezember 2022, 08:18
„Krieg gegen Gott“: Das iranische Regime exekutiert einen jungen Mann wegen Protesten
In Teheran ist ein Mann hingerichtet worden, weil er an Protesten gegen die Regierung teilgenommen hatte. Er soll bei einer Kundgebung einen Polizisten angegriffen haben.
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Der hingerichtete Iraner wurde als Mohsen Shekari identifiziert.
Auch Rapper Saman Yasin droht die Todesstrafe.
Das ist es, worum es geht
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Nach Angaben des Regimes ist im Zusammenhang mit den aktuellen Protesten erstmals ein Mann im Iran hingerichtet worden.
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Menschenrechtler warnen vor weiteren Todesurteilen.
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Sie befürchten, dass auch Rapper Saman Yasin bald hingerichtet wird.
Der Iran sagt, er habe zum ersten Mal eine Person wegen Anklagen im Zusammenhang mit anhaltenden Protesten gegen die Regierung hingerichtet. Die staatliche Nachrichtenagentur Misan berichtete am Donnerstag, dass ein Mann, der in Teheran eine Straße blockiert und einen Angehörigen der Sicherheitskräfte mit einer Machete angegriffen hatte, hingerichtet wurde.
Misan identifizierte den Mann als Mohsen Shekari. Laut der Nachrichtenagentur AP wurde er vom Revolutionsgericht in Teheran verurteilt. Shekari wurde am 25. September festgenommen und das Urteil gegen ihn am 20. November verkündet. Auch den verhafteten Rappern Saman Yasin und Mohammed Boroghani könnte das gleiche Schicksal bevorstehen. Nach Angaben von Aktivisten wurden bisher mindestens ein Dutzend Todesurteile verhängt.
Ihm wurde “moharebeh” vorgeworfen, was auf Farsi “Krieg gegen Gott führen” bedeutet. Seit der Islamischen Revolution von 1979 wurde diese Anklage mehrfach angewandt und jeweils mit dem Tode bestraft.
Mahmood Amiry-Moghaddam, Direktor der in Oslo ansässigen Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights, schrieb, dass die Hinrichtung „starke Reaktionen hervorrufen muss“, sonst würden täglich Hinrichtungen stattfinden. “Diese Hinrichtung muss schnell greifbare internationale Folgen haben.”
Seit dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini am 16. September gibt es im Iran Proteste. Amini war gestorben, nachdem er von der iranischen Sittenpolizei festgenommen worden war. Bei den anschließenden Kundgebungen kamen mindestens 475 Menschen ums Leben, mehr als 18.000 Menschen wurden festgenommen.
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(trx/AP)