In der neuen Ausgabe des Magazins wird Stoyanov nicht nur für seine „sweaty lines“ in der Inszenierung gelobt, sondern auch für seine Rollen und Tänze in Nature Theatre Oklahomas „Karoline und Kasimir – Noli me tangere“, ebenfalls am Volkstheater aus Wien Auch das Stück des Jahres ist eine Koproduktion des Volkstheaters, nämlich Helgard Haugs Stück „Alles klar. Gute Nacht.“ Die Theaterregisseurin von Rimini Protokoll verbindet darin zwei Ereignisse: das Verschwinden der Passagiermaschine von Flug MH370 und die Demenz ihres Vaters. Ungewöhnlich ist, dass das Publikum der Geschichte durch Vorlesen eines groß dargestellten Textes folgt Teile.
Das Bochumer Schauspielhaus wurde in der vergangenen Saison unter 45 Kritikern zum Theater des Jahres gewählt. Ein Drittel der Befragten entschied sich, kein Theater explizit zu nennen. Die meisten seien der Meinung, dass viele Theater eine Erwähnung verdient hätten, weil sie in der Pandemie gut abgeschnitten hätten, erklärte Redakteur Franz Wille. Sechs Stimmen gingen am Ende an das Theater Bochum mit Intendant Johan Simons. Den Titel gewann das Theater zuletzt 1982 unter der Leitung von Claus Peymann.
Lina Beckmann wurde für ihre “spannende Darstellung von Hass und Bosheit als Shakespeares Antiheld Richard III” zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Karin Henkels Inszenierung „Richard the Kid & the King“ am Deutschen Schauspielhaus Hamburg ist eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen und war letztes Jahr in Salzburg zu sehen. Sivan Ben Yishai wurde für ihre Stücke Wounds are forever und Like Lovers do zur Dramatikerin des Jahres gewählt. Sarah Kilter („White Passing“) wird als Nachwuchsautorin und Johannes Hegemann („Doughnuts“) als Nachwuchsschauspieler des Jahres ausgezeichnet.
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