Aktualisiert am 10. Januar 2023, 06:25 Uhr
„Erniedrigung und Rufschädigung“ – wegen „Besuch bei einem Gentleman“: Das Schulhotel bewertet einen Schüler (18) des Ausbildungsbetriebes
Ein Schulmädchen wurde mit einer Kopie in ihrer Firma aus dem Schulhotel Regina gerügt. Das sei ihr sehr unangenehm gewesen, sagt die Studentin.
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Strenge Regeln für BHs und “männliche und weibliche Besucher”: Das Schulhotel Regina in Matten bei Interlaken BE.
Stückliste/Bruno Petroni
Das Schulhotel Regina sorgte kürzlich für Aufruhr, weil sich zwei Colleges darüber aufregten, dass BHs Pflicht seien. Jetzt wurde 20 Minutes von einem ehemaligen Schüler kontaktiert, der sich über die starren Regeln des Schulhotels aufregte.
Stückliste/Bruno Petroni
Studierende dürfen den Raum des anderen Geschlechts nicht betreten. Dies führte während der Corona-Pandemie zu einer misslichen Lage. Erhielt im November 2020 einen Verweis, weil er mit einem Klassenkameraden in einem Raum lernte.
Stückliste/Bruno Petroni
Das ist es, worum es geht
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Eine Internatsschülerin erhielt einen schriftlichen Verweis, weil sie „Besucher“ in ihrem Zimmer hatte.
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Eine Kopie ging an seine Lehrfirma. Der Student fühlt sich gehört und dem Verfahren ausgesetzt.
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Laut Kanzlerin wird den Studenten nicht zugehört.
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Die Schule hat sich in diesem Fall an die Hausordnung gehalten.
Das Schulhotel Regina sorgte kürzlich für Aufruhr, weil sich zwei Colleges darüber aufregten, dass BHs Pflicht seien. Jetzt wurde 20 Minutes von einem ehemaligen Schüler kontaktiert, der sich über die starren Regeln des Schulhotels aufregte.
Studierende dürfen den Raum des anderen Geschlechts nicht betreten. Dies führte während der Corona-Pandemie zu einer misslichen Lage. Erhielt im November 2020 einen Verweis, weil er mit einem Klassenkameraden in einem Raum lernte.
Die Kopie geht an den Ausbildungsbetrieb
Zum anderen, weil eines Sonntagabends bei unserem Umzug ein Kollege vorbeischaute, um Hallo zu sagen. Eigentlich ein bisschen. „Wir waren drei Frauen im Raum, er ist schnell vorbeigegangen“, erinnert sich die ehemalige Studentin.
In der schriftlichen Verfügung heißt es aber: „Sie haben offensichtlich Probleme, die geltende Schul- und Hausordnung einzuhalten. Sie hatten am Mittwoch nach 20 Uhr Besuch in Ihrem Zimmer. Wir werden Sie wegen Ihres Verhaltens disziplinarisch verwarnen.“ Und weiter: “Da dies bereits der zweite Verstoß gegen geltende Schul- und Hausordnung ist, werden wir eine Kopie dieses Dokuments an Ihren Ausbildungsbetrieb senden.”
“Es ist erniedrigend und diffamierend”
„Ich verstehe die Regel“, sagt der Student nach 20 Minuten. „Aber die Art und Weise, wie die Schule sie durchsetzt, ist nicht zeitgemäß. Ich traue mich sehr, so einen Brief an meinen Ausbildungsbetrieb zu schicken. Für mich war es sehr rufschädigend und auch demütigend. Zum Glück hatte ich ein gutes Verhältnis zu meinen Vorgesetzten.”
Der Student findet den Brief sehr zweideutig und es stört ihn, dass er Interpretationen zulässt, die nicht korrekt sind. „Ich finde es auch schade, dass die Schule den Besuch des Zimmers einer anderen Person des anderen Geschlechts direkt mit sexuellem Kontakt in Verbindung bringt“, sagt sie.
“Im Schulhotel Regina sind sie zu besorgt, um uns an den Türen zu hören, um zu prüfen, ob wir ‘besuchende Männer’ oder ‘besuchende Frauen’ haben”, sagt die Schülerin. “Es ist nicht mehr 1950 und es wäre schön, wenn die Schule in der Gegenwart ankäme.”
“Kein Mithören aktiv”
René Glücki, seit August 2021 Rektor des Schulhotels Regina, will von der Abhörung der Schulkinder nichts wissen. „Meine bisherige Erfahrung zeigt, dass es kein aktives ‚Zuhören‘ gibt“, sagt er nach etwa 20 Minuten. Bei ungewöhnlich lauten Geräuschen in den Räumen muss das Internatspersonal die Schüler auf ihr Verhalten aufmerksam machen. Laut Glücki werden Aufenthalte, die gegen die Vorschriften verstoßen, bemerkt.
Wird die Regel, nicht in Räumen des anderen Geschlechts zu bleiben, aktualisiert? Als Berufsschule mit integriertem Internat habe man eine besondere Aufsichts- und Fürsorgepflicht, sagt Glücki und weist darauf hin, dass viele Schüler unter 18 oder sogar unter 16 seien.
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Geschlechterübergreifende Gästezimmer sind nicht erlaubt: Auszug aus der Hausordnung des Regina School Hotel.
Screenshot Hotelleriesuisse
Gemäß den internen Regelungen obliegt es der Schulleitung, die für die Ausbildung Verantwortlichen zu informieren.
Screenshot Hotelleriesuisse
“Hausordnung gilt für alle”
Aber der Student war über 18, als er gerügt wurde. Warum gilt die Regel auch für Erwachsene, wenn es doch in erster Linie um die Fürsorgepflicht für Minderjährige geht? „In jeder Schule/Internat gelten die Regeln der Schul-/Hausordnung für alle, unabhängig vom Alter“, sagt Glücki.
Dass sich die Studentin wegen des Schreibens an ihren Ausbildungsbetrieb verlegen fühlte, will Glücki nicht kommentieren, weil er selbst die Situation als Rektor nicht erlebt habe. Er weist jedoch darauf hin, dass die Hinweise auf den Schüler und auch die Kopie auf den Lehrbetrieb den Vorschriften entsprachen.
Seit seinem Amtsantritt gibt es keine schriftlichen Hinweise auf Frauen oder Männer, die das Regina School Hotel besuchen.
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