Debatten über Rentenanpassungen an die interne Leitung

Gespräche zwischen den Regierungsparteien ÖVP und Grünen zur Rentenanpassung sind online. Wie aus Regierungskreisen zu erfahren war, sollen heute die letzten Details geklärt werden. Eine Einigung könnte morgen vorgelegt werden, berichtete der “Kurier”. Die Vereinbarung sieht laut APA vor, dass die Einkommen von rund 200.000 Rentnern mit Ausgleichszulage bis 2023 um rund zehn Prozent steigen.

Diese Erhöhung besteht aus einer strukturellen Erhöhung der Ausgleichszulage und einer Direktzahlung. Für die rund 2,2 Millionen anderen Rentner soll es mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen 5,8 Prozent geben. Laut APA-Informationen soll es eine Loop-Regelung geben. Einzelheiten sind noch offen.

Nehammer und Kogler: „Sehr nah an Einigung“

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) zeigte sich „zuversichtlich“, dass ein Deal „in Sicht“ sei. Und auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) zeigte sich zufrieden, dass eine Einigung “kurz vor der Tür” stehe. Nehammer erklärte gegenüber der APA: „Uns war immer klar, dass die Erhöhung mindestens dem gesetzlichen Anpassungsfaktor von 5,8 Prozent entsprechen muss. Außerdem wird es jetzt Einmalzahlungen geben, um die Folgen der Inflation abzufedern, gerade für die Niedrigbezieher.“ Renten“.

Kogler fügte hinzu, dass es ihm immer wichtig sei, dass auch diejenigen, die von der Inflation hart getroffen wurden, viel Entlastung bekommen: „Wir haben besonders auf niedrige Renten geachtet, und die sind auch besonders entlastet.“

Kritik von Spitzenvertretern von SPÖ und ÖVP

Der Vorsitzende des Seniorenrates und des Rentnerverbandes der SPÖ, Peter Kostelka, äußerte scharfe Kritik. Kostelka sprach gegenüber der APA von einem “eklatanten Wortbruch”, weil er sich nicht an den Verhandlungen beteiligt habe, obwohl dies vereinbart worden sei. Bezüglich des Inhalts sprach Kostelka von einer „Täuschungspackung“.

Auch die Präsidentin des ÖVP-Seniorenverbandes, Ingrid Korosec, hat die Nichteinmischung in die Verhandlungen kritisiert. Aufgabe der Regierung sei es, ein Paket zu schnüren, sagte Korosec der APA, “aber das ist nicht das, was ich mir unter Zusammenarbeit vorstelle.” Andererseits habe man “etwas Verständnis” dafür gezeigt, dass ein Teil der Aufstockung für den Ausgleichsgeldempfänger eine Einmalzahlung sein solle.

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