Der Deutsche Aktienmarkt DAX schließt die achte Woche mit Gewinnen ab

Marktbericht

Stand: 25.11.2022 18:14

Der DAX steigt heute zwar nicht, beendet aber eine weitere Handelswoche mit Kursgewinnen. Der Handel an der Wall Street ist gemischt, da Technologieaktien hinterherhinken.

Am Ende der Woche wurde der deutsche Hauptindex mit Füßen getreten. Der DAX schloss heute bei 14541,38 Punkten. Das Aktienbarometer erreichte mit 14.571,66 Punkten den höchsten Stand seit Anfang Juni. Der Index schließt die Handelswoche mit einem Plus von 0,8 Prozent. Der geringste seit Jahresbeginn ist um 8,5 Prozent rückgängig gemacht worden.

„Der Aufwärtstrend des DAX bleibt auch nach acht Wochen mit Kursgewinnen intakt“, kommentierte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets. Anleger wurden diese Woche von der Hoffnung auf sinkende Inflation und weniger strenge Zinsbeschränkungen durch die Zentralbanken an die Börse gezogen.

Die Krone bleibt ein Risikofaktor

Es ist nicht auszuschließen, dass es nächste Woche weiter bergauf geht: Für steigende Aktienmärkte dürfte sich aber insbesondere der Anstieg der Verbraucherpreise noch weiter verlangsamen, erklären Helaba-Experten. Daten dazu sind für Deutschland am Dienstag fällig, US-Inflationsdaten werden am Donnerstag erwartet.

Die Corona-Situation in China bleibt jedoch ein Risikofaktor. Es besteht das Risiko neuer Lockdowns, die die Weltwirtschaft belasten könnten. In diesem Sinne werden die Anleger auf die Neuinfektionen und die Reaktion der chinesischen Regierung achten.

Wirtschaftsupdate vom 25.11.2022

Anne-Catherine Beck, HR, 25.11.2022 09:47

US-Investoren bleiben vorsichtig

Die US-Börsen waren gestern wegen Thanksgiving geschlossen, heute gibt es nur eine verkürzte Sitzung: Die NYSE verabschiedet sich um 19:00 Uhr MEZ ins Wochenende, die Tech-Börse Nasdaq beendet den Handel um 18:00 Uhr. Der US-Rentenmarkt ist bis 20 Uhr geöffnet.

US-Investoren bleiben am „Schwarzen Freitag“ vorsichtig. Zum Wochenausklang rechnet Marktbeobachter Andreas Lipkow mit einer recht ruhigen Handelszeit. Viele Anleger nutzen den Short-Trade während eines langen Wochenendes.

Der Dow Jones notiert derzeit rund ein halbes Prozent höher bei 34.370 Punkten und steuert damit auf ein Wochenplus von 1,8 Prozent zu. Beim marktweiten S&P 500 reichte es hingegen nur für einen Kursanstieg von 0,1 Prozent auf 4030,17 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um etwa ein halbes Prozent auf 11.784,66.

Der Ölpreis bewegte sich kaum

Die Ölpreise stagnieren heute. Sie werden die laufende Woche wahrscheinlich mit Rabatten auf ganzer Linie beenden. Die angespannte Lage der Krone in China gilt als eine der Hauptursachen für die Schwäche der letzten Handelstage. Das harte Vorgehen der Führung in Peking belastet die Wirtschaft erheblich, was sich auch in einer geringeren Energienachfrage widerspiegelt.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank verwies hingegen auf das angekündigte EU-Ölembargo gegen Russland. Dies sollte die russische Ölproduktion in Zukunft erheblich reduzieren und “einen Anstieg der Brent-Ölpreise in den kommenden Wochen ermöglichen”.

BMW stockt Milliardeninvestition in ungarisches Elektroautowerk auf

Autobauer BMW investiert deutlich mehr in sein geplantes neues Elektroauto-Werk im ungarischen Debrecen. 2025 will der DAX-Konzern insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro in das neue Werk investieren. Bisher war von einer Summe von mehr als einer Milliarde Euro die Rede. Neben der bereits geplanten Anlage für die von BMW für Mitte des Jahrzehnts angekündigte neue Baureihe von Elektroautos soll nun auch ein Satz Hochvoltbatterien für die Autos gebaut werden.

Coca-Cola und Edeka schlichten den Streit

Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka und Coca-Cola haben ihren Streit beigelegt. „Wir haben mit dem Handelszentrum Edeka eine Einigung erzielt, die die Interessen beider Parteien berücksichtigt“, sagte eine Sprecherin von Coca-Cola. Edeka-Bestellungen würden ab sofort wieder angenommen, die ersten Lieferungen erfolgten Anfang nächster Woche. Auch der Einzelhandelsriese bestätigte den Deal. Details nannten beide Seiten nicht.

Auslöser des Streits zwischen Edeka und Coca-Cola war eine erwartete Preiserhöhung des US-Konzerns zum 1. September. Edeka wollte die Preiserhöhung nicht hinnehmen, deshalb stellte Coca-Cola die Belieferung des Handelsriesen ein.

Adidas: Interne Untersuchung des Falls Kanye West

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