Der Mann sagt, welche Bücher die Frau schreiben soll und wie

Erste Geschichten des amerikanischen Lily King: „Hotel Seattle“

von Peter Pisa

facebookfacebookMessengerwhatsapptwittermailpocket

Natürlich kann „Hotel Seattle“ nicht die Fortsetzung seines berühmten Romans „Writers & Lovers“ sein. Es gibt zehn Kurzgeschichten des amerikanischen Lily King, und der Titel sollte verlängert werden “… and readers”.

Eine 14-Jährige liest Jane Eyre von Charlotte Brontë und kämpft ähnlich um ihre Selbstbestimmung. Ein von seiner Frau verlassener Buchhändler liest nur über Gefühle: Unfähig, sie zu leben, damit nicht noch ein Herz gebrochen wird… im Garten. Die Geschichten sind zärtlich, der Humor verhindert Sentimentalitäten.

begraben

Die Schwierigkeiten für eine Frau, das zu tun, was sie tun möchte, sind wieder präsent. Vor allem, wenn ein Schriftsteller von einem Fremden gestört wird, der ihm sagt, was er beim Schreiben falsch macht.

Tatsächlich wandte sich eine Nachbarin an Lily King, als sie in ihren Dreißigern war: „Es ist erstaunlich für mich, dass du denkst, dass du etwas zu sagen hast.“

In der Literatur kann der Schriftsteller diese Menschen im Garten begraben.

Lily King: „Hotel Seattle“ übersetzt von Hanna Hesse. CH Beck Verlag. 252 Seiten. 24,95 Euro.

KURIER-Bewertung: **** und einen halben Stern

Bestens informiert zu jeder Zeit und an jedem Ort

Sichern Sie sich unbegrenzten Zugriff auf alle digitalen Inhalte von KURIER: Plus-Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Probieren Sie jetzt das KURIER Digital-Abo aus.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *