Der Nationalrat steht kurz vor dem Einzug ins neue Parlament

11.12.2022 11:38 (Akt. 11.12.2022 11:38)

Der Nationalrat verabschiedet sich mit einem vollen Programm aus den Ersatzquartieren. ©APA/GEORG HOCHMUTH

In der kommenden Woche finden im Ausweichquartier der Hofburg drei Sitzungen des Nationalrats statt. Kehren Sie dann zum historischen Parlamentsgebäude an der Ringstraße zurück.

Noch dreimal dauert es, bis der Nationalrat seine Zelte in den provisorischen Quartieren der Hofburg abschlägt und in das historische Parlamentsgebäude an der Ringstraße zurückkehrt.

Der Nationalrat verabschiedet sich vom Ersatzquartier in der Hofburg in Wien

Zum Jahresende ist für die Treffen von Dienstag bis Donnerstag ein umfangreiches, aber nicht zu spektakuläres Programm geplant. Beschlossen werden beispielsweise der Leistungsabschlag, die Reform der Maßnahmenanwendung und ein größerer Teil der Pflegereform.

Es ist ungewöhnlich, dass eine ganze Woche mittags beginnt. Am Dienstag um 12:00 Uhr treffen sich die Abgeordneten, um die eigentliche Tagesordnung mit einer “Aktuellen Uhrzeit” vorzubereiten. Auf Anfrage der FPÖ werden Asyl und Sanktionen gegen Russland diskutiert. Die restlichen vollen Tage beginnen mit “Fragestunden” für die beiden Kanzleramtsminister. Am Mittwoch ist Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) an der Reihe, am Donnerstag ist Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) an der Reihe.

Programm vom Wegfall der Leistungen bis zur Umsetzung der Maßnahmen

Bei den Treffen wird viel Geld ausgegeben. Da ist zum Beispiel die Gehaltserhöhung für Beamte, die durchschnittlich 7,32 Prozent beträgt. Die Entschädigungen für Wehr- und Zivildienst werden deutlich erhöht, nämlich um rund 140 Euro. Zudem wird das Einstiegsgehalt der Polizeiauszubildenden deutlich angehoben.

Natürlich wird auch etwas mitgenommen, nämlich von jenen Energiekonzernen, die mit hohen Preisen von der aktuellen Krise profitieren. Krisenbezogene Leistungen sollen im zweiten Halbjahr 2022 und 2023 durch Energiekrisenbeiträge für fossile Brennstoffe und Stromerzeugung versteuert werden.

Das Care-Paket geht weiter, konkret mit einer sechsten Urlaubswoche ab 43 Jahren. Dies gilt für alle Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich. Darüber hinaus wird den pflegenden Angehörigen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass die Interessenten seit mindestens einem Jahr einen im gemeinsamen Haushalt lebenden nahen Angehörigen betreuen und dieser mindestens Anspruch auf Pflegegeld der Stufe 4 hat. Im nächsten Jahr fließen 750 Euro ein , und dann 1.500 Euro, wenn das Gebäude vollständig ausgebaut ist.

Die Reform der Umsetzung der Maßnahmen war noch länger erwartet worden. Psychisch kranke Straftäter können nur dann auf Lebenszeit in eine Anstalt eingewiesen werden, wenn die ursprüngliche Tat mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren (bisher: ein Jahr) (ab einem Jahr bei Gefährdung der sexuellen oder lebenslangen Unversehrtheit) bedroht ist. . Kritisiert wurde ein Aspekt der Reform, nämlich dass bei terroristischen Straftaten eine einzige Vortat für die Durchführung der Maßnahme ausreicht: Der Vorwurf lautete, es handele sich um eine Art Untersuchungshaft durch die Hintertür.

Neue Wahlanträge von SPÖ und FPÖ sind nicht möglich

Weitere Beschlüsse der Plenarwoche sind die Anhebung der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld, die Aussetzung des Wohnungszuschusses für Erneuerbare Energien sowie mehrere Verlängerungen von Corona-Maßnahmen im Verwaltungs-, Justiz- und Gesundheitsbereich. Die neuen Wahlanträge von SPÖ und FPÖ haben keine Chance auf Zustimmung.

Wenn dieses Programm für eine Gruppe nicht ausreicht, gibt es immer noch die Möglichkeit von „dringenden“ Initiativen. Seitens der Opposition wären es NEOS und die FPÖ, dies zu tun.

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