Der Weg zum richtigen Studentenkonto

Finanzexpertin Karolin Thalhammer vom AK Oberösterreich hat heuer bereits zum fünften Mal die Studentenkonten von sieben Filialbanken untersucht. Zwei der sieben Banken werben bereits im Kontonamen mit Nachhaltigkeit: Die Oberbank mit dem „be(e) green student account“ und die Bank Austria mit ihrem „GoGreen student account“. Laut Websites von Finanzinstituten unterstützt eine Bank ein Bienenschutzprojekt, während die andere sich verpflichtet, nicht in Atomkraft zu investieren.

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Karolin Thalhammer mahnt hier zur Vorsicht und empfiehlt, bei der jeweiligen Bank nachzufragen, wie viel Nachhaltigkeit wirklich in dem beworbenen Konto steckt. Fragen Sie nach detaillierten Beschreibungen der Projekte und ob das Konto ein Umweltzeichen hat. Laut Thalhammer gibt es keine gesetzliche Vorgabe, was bei Bankkonten unter Nachhaltigkeit zu verstehen ist.

Eintrittsgeschenke: Kopfhörer und Kaffee als Köder

Zudem wird mit allerlei Geschenken geworben: In-Ear-Kopfhörer, Druckkostenzuschuss oder die ÖBB Vorteilscard. Eine Bank bewirbt sogar jeden Tag kostenlosen Kaffee und einen Lernbereich in einer Filiale in der Nähe der Universität. Karolin Thalhammer rät Studierenden, sich bei der Wahl des richtigen Kontos nicht von diesen Geschenken leiten zu lassen, sondern die Konditionen zu vergleichen.

Kontoführungsgebühren und Mobile Banking sind bei allen Produkten kostenlos, allerdings gibt es große Unterschiede bei den Dispozinsen. Mit 5,62 Prozent wies die Volkskreditbank im August den niedrigsten Sollzins auf. Teuerste Bank war die BAWAG mit einem Dispozins von 10 Prozent. Die allgemeine Sparkasse bietet eine Sonderkondition für Überziehungskredite bis 500 Euro mit nur 2,4 Prozent, so der Finanzexperte.

Kreditkarten bleiben nicht lange kostenlos

Vier der Banken werben auch mit kostenlosen Kreditkarten, die allerdings ab dem zweiten Jahr rund 30 Euro pro Jahr kosten. Ein Blick auf den Versicherungsschutz lohnt sich, der bei vielen Kreditkarten dabei ist, aber unterschiedliche Bereiche abdeckt – von der Reise- und Freizeitversicherung bis hin zum Einkaufsschutz. Die Versicherungssummen liegen laut Karolin Thalhammer in der Regel zwischen 1.500 und 3.000 Euro.

Bei den meisten Banken wird das Studentenkonto mit 27 automatisch in ein kostenpflichtiges Konto umgewandelt. Seit dem 30-jährigen Jubiläum bei der Bank Austria. Die Kunden werden per Brief oder E-Banking-Nachricht informiert. Karolin Thalhammer empfiehlt, sich vor Ablauf der Frist mit der Bank in Verbindung zu setzen. „Zum Beispiel dem Bankberater sagen, dass man auch mit 27 noch studiert“, sagt Thalhammer. Oft würden Banken nach der Umstellung noch einige Jahre Sonderkonditionen anbieten. Dies kann individuell vereinbart werden.

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