AUROLZMÜNSTER. Das Umwelttechnikunternehmen Scheuch mit 1.400 Mitarbeitern freut sich über gut gefüllte Auftragsbücher, investiert kräftig in die Digitalisierung und schafft Platz für mehr als 60 Arbeitsplätze am Standort Aurolzmünster. Mit der Eröffnung eines Neubaus, dem „DIGI-Cube“, wird das Zukunftsprojekt auch in analoger Form sichtbar. „Digitalisierung ist eine Grundvoraussetzung für das Geschäft von morgen“, sagt Stefan Scheuch, CEO von Scheuch.
Das neue Digitalisierungsgebäude DIGI-Cube mit 1125 Quadratmetern wird die Achse der verschiedenen Neuheiten und Maßnahmen auf dem Weg zum digitalen Unternehmen sein. Mitarbeiter aus den Bereichen Innovation, IT und dem Digitalisierungsteam finden hier ein Umfeld für die Zusammenarbeit und Umsetzung der vielfältigen Transformationsprozesse, die alle Beteiligten, vom Kunden bis zum Mitarbeiter, einbeziehen. „Digitale Lösungen können nur erfolgreich sein, wenn alle im Unternehmen involviert und Teil des Prozesses sind“, sagt Stefan Scheuch.
Viele eingehende Bestellungen
Mit seinen industriellen Anlagen zur Luftreinhaltung trägt das Umwelttechnikunternehmen seit vielen Jahren zum Schutz von Mensch und Umwelt bei. „Der Fokus liegt nicht nur auf einer sauberen Umwelt, sondern auch auf nachhaltigem Wachstum“, sagt Jörg Jeliniewski, COO der Scheuch Management Holding. Ziel ist es, die jährliche Betriebsleistung bis 2027 auf über 400 Millionen Euro zu steigern. Dazu bedarf es auch einer Weiterentwicklung der Organisation. „Eines der wichtigsten Projekte ist die Digitalisierung des Unternehmens“, sagt Jeliniewski.
Trotz schwerer Krisen kann Scheuch seinen Wachstumskurs fortsetzen. Gründe dafür sind zum einen das breite Produktportfolio in den unterschiedlichen Branchen wie Industriemineralien, Energie, Metall, Holzwerkstoffe, Holz und Glas, zum anderen das weltweite Netzwerk, entweder bereits mit Partnern bzw mit eigenen Firmenstandorten.
Zudem profitiert Scheuch von der beschleunigten Energiewende, die die Auftragsbücher noch schneller als bisher füllt. „Im laufenden Geschäftsjahr rechnen wir mit einem Allzeithoch beim Auftragseingang“, sagt Thomas Eberl, Finanzvorstand der Scheuch Gruppe.
Um Projekte weiterhin effizient und wirtschaftlich mit neuester Technologie zu entwickeln, braucht es neue Initiativen. „Die digitale Transformation stellt einen bedeutenden Fortschritt dar und stärkt zudem unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Eberl.
Es werden immer neue Wege benötigt, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wir wollen mit modernen Tools den Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft ebnen, die Basis für digitale Geschäftsmodelle und -prozesse legen und für zukünftige Mitarbeiter attraktiv sein“, sagt Stefan Scheuch.
Digital Workplace, Predictive Maintenance und Digital Engineering sind Schlagworte, die die Zukunftsvision von Scheuch prägen. Digitalisierung steht bei Scheuch für intelligente Prozesse, durchgängige Daten und moderne Systemarchitektur. „Diese Prozesse decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, von Vertrieb und Entwicklung bis hin zu Produktion und After-Sales. Eine Vielzahl von Teilprojekten führen zur vollständigen digitalen Transformation“, sagt Oliver Meinhart, Vorstand Digitalisierung und Geschäftsprozesse.