Die Gaspipeline Nord Stream 1, Gazprom, unterbricht erneut die Gasversorgung

Ab: 25.07.2022 16:58

Der russische Gaskonzern Gazprom schränkt die Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 erneut ein: Ab Mittwoch sollen täglich 20 Prozent nach Deutschland fließen. Grund ist die Reparatur einer anderen Turbine.

Der russische Staatskonzern Gazprom wird die Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 ab dem 27. Juli weiter einschränken. Das Unternehmen kündigte an, dass eine weitere Turbine zur Wartung außer Betrieb genommen werden soll. Damit würde die Gasversorgung von mehr als 160 Millionen Kubikmetern bei voller Kapazität auf 33 Millionen Kubikmeter pro Tag reduziert. Das entspräche nur gut 20 Prozent.

Gazprom kürzte im Juni die Lieferungen über Nord Stream um 1 bis 40 Prozent und begründete dies mit der fehlenden Turbine, die in Kanada repariert und wegen Sanktionen zunächst nicht nach Russland zurückgeschickt wurde.

Dokumente fehlen

Die Bundesregierung hält dies für ein vorgeschobenes Argument. Laut Wirtschaftsminister Robert Habeck verfügt Gazprom über genügend Turbinen. Berlin verteidigte aber dennoch die Lieferung der Turbine, um Russland keinen Vorwand für Lieferkürzungen zu liefern. Auf Wunsch Deutschlands wurde die Maschine schließlich nach Deutschland gebracht, um von dort nach Russland transportiert zu werden.

Gazprom, dessen Tochtergesellschaft Nord Stream AG Eigentümerin der Anlage ist, nannte zuletzt fehlende Unterlagen als Grund für die Verzögerung der Lieferung. Der russische Präsident Wladimir Putin hat gedroht, die Versorgung von 40 % auf 20 % des Maximums zu kürzen, wenn die Turbine diese Woche nicht wieder installiert wird.

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