Die NASA feiert einen Meilenstein auf dem Weg zum Mond

Nach rund vier Wochen im All ist die unbemannte Kapsel „Orion“ der Mondmission „Artemis 1“ der NASA zur Erde zurückgekehrt. Es landete am Sonntagabend pünktlich im Pazifischen Ozean vor der Küste Mexikos, wie Live-Aufnahmen der NASA zeigen. „Splashdown“, schrieb die NASA auf Twitter. Die Testmission gilt als wichtiger Schritt, um Menschen zurück zum Mond zu bringen.

Die “Orion”-Kapsel sei bereits nach Hause zurückgekehrt, schrieb die Nasa. Es ist 2,2 Millionen Kilometer durchs All gereist, hat den Mond umrundet und Daten gesammelt. Dies wird bei den Vorbereitungen helfen, Astronauten für weitere „Artemis“-Missionen zum Mond zu schicken. Nasa-Chef Bill Nelson sprach von einem “historischen” Tag.

AP/NASA/Kim Shiflett Die Orion-Kapsel landete wie geplant am Sonntagabend im Pazifik

“Wie im Bilderbuch”

„Ein historischer Moment und Meilenstein in der Raumfahrt“, schrieb der deutsche Astronaut Alexander Gerst auf Twitter. “Die Menschheit hat wieder einmal ein Raumschiff, das Menschen über die Erdumlaufbahn hinaus in den Weltraum bringen kann, um den Mond und den Mars zu erforschen.” Er gratulierte den beteiligten Teams zu dieser „fantastischen Leistung“.

Reuters/Joe Skipper Der mehrfach verschobene Start von „Artemis 1“ fand am 16. November statt

Die Rückkehr der “Orion”-Kapsel habe “wie im Bilderbuch” ausgesehen, sagte Martin Tajmar, Experte für Raumfahrtsysteme an der TU Dresden, am Sonntagabend der dpa. Bis alle Landedaten ausgewertet sind, dürfte es allerdings noch Tage dauern.

Nach der Landung wird „Orion“ in den Hafen von San Diego gebracht. Schon vor der Landung hatte Nelson die Testmission “Artemis” als “außerordentlichen Erfolg” bezeichnet. Mit dem Programm „Artemis“, benannt nach der griechischen Mondgöttin, landen in den kommenden Jahren wieder amerikanische Astronauten auf dem Mond, darunter erstmals eine Frau und eine nicht-weiße Person.

Bisher haben zwölf Astronauten den Mond besucht

Einem ersten bemannten Flug (“Artemis 2”) um den Mond soll ein weiterer bemannter Flug inklusive Mondlandung (“Artemis 3”) folgen. Mit der Mission „Apollo 17“ brachte die NASA 1972 die letzten Menschen auf den Mond. Insgesamt waren die USA das bisher einzige Land, das mit den „Apollo“-Missionen zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf dem Mond landete.

IMAGO/NASA „Orion“ absolvierte etwa vier Wochen lang ein umfangreiches Testprogramm im Weltraum

„Artemis 1“ war – nach explodierenden Kosten und wiederholten Verschiebungen – am 16. November mit der Rakete „Space Launch System“ vom Kosmodrom Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Innerhalb von rund vier Wochen wurden dann alle geplanten Meilensteine ​​erreicht: Vorbeiflug am Mond, Einschwenken in die Mondumlaufbahn, Ausschwingen aus der Umlaufbahn, erneuter Vorbeiflug am Mond und nun: Landung. An „Artemis“ sind auch die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und die Raumfahrtagenturen mehrerer anderer Länder beteiligt.

Die private Mission zum Mond wurde gestartet

Während die NASA einen wichtigen Meilenstein bei ihrer Rückkehr zum Mond feierte, wurde am Sonntag eine Rakete mit einem Lander der japanischen Firma ispace an Bord von Cape Canaveral zum Mond gestartet. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Mondlandefähre mit dem Namen „Hakuto-R“ Ende April auf der Mondoberfläche landen.

Ob es die erste erfolgreiche private Mission zum Mond wird, bleibt abzuwarten. Konkurrierende Unternehmen planen, Anfang nächsten Jahres einen direkteren Weg zum Mond zu nehmen. Falls sie es auch hatten, könnten sie vor “Hakuto-R” dort ankommen.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *