Die SPÖ fordert eine Strompreisobergrenze und eine aktive Rolle der ÖBAG

Die SPÖ fordert erneut eine sofortige Begrenzung der Strompreise in ganz Österreich und fordert eine aktivere Rolle des Staates bei der Versorgungssicherheit. „Preise töten Menschen“, sagte Präsidentin Pamela Rendi-Wagner heute bei einer Medienveranstaltung. Statt etwas dagegen zu unternehmen, übe die Bundesregierung Scheindiskussionen und unternehme „Wohlfühlreisen nach Israel oder in den Libanon“, so der niederösterreichische SPÖ-Landesvorsitzende Franz Schnabl.

„Entweder setzt man eine Preisobergrenze auf den Strompreis oder direkt auf die Stromrechnung des Endverbrauchers“, sagt Rendi-Wagner. Im zweiten Fall könnte durch gestaffelte Raten eine gewisse soziale Treffsicherheit erreicht werden. Als Richtwert soll ein durchschnittlicher Haushaltsstromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr gelten. „Alles, was ein Haushalt verbraucht, ist nicht limitiert“, sagt Rendi-Wagner. Er unterstützt auch die Forderung seines Parteikollegen Oberbürgermeister Michael Ludwig nach einem Preisgipfel.

Elementare Versorgungsbereiche wie Luft, Wasser und Energie „dürfen nicht privaten Unternehmen überlassen werden“, sagte Rendi-Wagner und forderte eine Politik der aktiven Beteiligung durch die Österreichische Beteiligungs-AG (ÖBAG). „Wir brauchen einen aktiven Staat, eine aktive Politik“, sagte Schnabl und verwies auf den „strategischen Auftrag“ des ÖBAG-Gesetzes. „Es sollte mehr als eine Verwaltungsgesellschaft sein“, sagte Rendi-Wagner.

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